<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelAufsprengen statt Ausspähen

Weniger Datenklau an Geldautomaten

Von Franz Nestler
Aktualisiert am 16.12.2018
 - 13:16
Vorsichtig bleiben: Am Geldautomaten sollten Kunden wenig Einblicke gewähren.
Um an Bares zu kommen, lassen sich Kriminelle einiges einfallen. Doch da es immer komplizierter wird, die Kartendaten heimlich abzugreifen, lautet für die Kriminellen die Lösung: brachiale Gewalt.

In der Nacht um 2.40 Uhr wurden die Anwohner in Hagen mit einem Knall aus dem Schlaf gerissen. Zwei Kriminelle sprengten in einer Sparda-Bank den Geldautomaten. Die Filiale wurde durch die Explosion schwer beschädigt. Das Duo entkam mit einer hohen Geldsumme auf einem Motorroller. Solche Fälle, in denen Kriminelle einfach nur noch brachiale Gewalt anwenden, um an Bares zu kommen, steigen rasant an. Mehr als 300 Mal wurden nach jüngsten offiziellen Zahlen in diesem Jahr Automaten gesprengt, um an Bares zu kommen – Tendenz nach Einschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) steigend.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Das so genannte „Skimming“ wird seltener. Hierbei versuchen Kriminelle, die Kartendaten und Geheimnummern zu erhaschen, indem sie zum Beispiel die Tastatur am Geldautomaten manipulieren oder gar die Türöffner zu den Bankfilialen. Von Januar bis einschließlich November manipulierten Kriminelle so 428 Mal Geldautomaten. Im Vorjahreszeitraum hatte Euro Kartensysteme 476 solcher „Skimming“-Fälle gezählt, im Gesamtjahr 2017 waren es 499. Den dadurch verursachten Schaden bezifferten Fachleute in diesem Jahr auf 1,34 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 2,1 Millionen Euro, im Gesamtjahr 2017 rund 2,2 Millionen Euro. „Die Investitionen der Branche in sichere EMV-Technologie haben sich gelohnt“, bilanzierte Margit Schneider von Euro Kartensysteme.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: 65% günstiger

F.A.Z. Woche digital

F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Nestler, Franz
Franz Nestler
Redakteur in der Wirtschaft.
  Zur Startseite

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.