FAZ plus ArtikelKrypto-Anlagen

Mehr Fragezeichen hinter Stablecoins

Von Martin Hock
12.08.2021
, 14:47
Coinbases Stablecoin ist nicht so stabil gebaut wie gedacht.
Der USD Coin von Coinbase galt bisher als 1:1 durch Barreserven besichert. Nun stellt sich heraus: Offenbar ist dem schon seit einiger Zeit nicht so. Das macht es Stablecoins in der Regulierungsdebatte nicht leichter.

Die Kryptowelt ist vielfältig. Eine Facette sind Stablecoins, also Kryptowährungen, die an eine sogenannte Fiat-Währung, in der Praxis meist den Dollar, gebunden sind und dessen Wert meist 1:1 widerspiegeln sollen. Von Politik und Zentralbanken werden sie als potentielle Geldkonkurrenz misstrauisch beäugt, was besonders Facebook bei seinen Plänen zur Kryptowährung Libra zu spüren bekam. So wird auch die bevorstehende EU-Kryptoregulierung MICA durchaus als eine „Lex Libra“ betrachtet.

Im Frühsommer hatte der amerikanische Notenbankpräsident Jerome Powell der Gattung Risikopotenzial für die Finanzstabilität attestiert und Regulierungen angedeutet. Andere wichtige Kritiker zogen Vergleiche zum dezentralen Geldsystem der USA vor der Ära der Zentralbank Fed. Damals konnte praktisch jede Bank eine eigene Währung ausgeben, die vielfach unterbesichert waren und entsprechend krisenhaft.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

: Wir feiern 3 Jahre F+

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hock, Martin
Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot