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Vererben wie Martin Luther

Von Dietrich Ostertun
28.07.2022
, 15:17
Weichen für das Erbe gestellt: Arbeitszimmer von Martin Luther auf der Wartburg in Eisenach, wo der Reformator 1521 Zuflucht fand
Der Reformator wusste, wie man seinen Ehepartner schützt und seine Kinder von kräftezehrenden Erbstreitigkeiten bewahrt. Davon lässt sich auch heute noch einiges lernen.
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Martin Luther wurde für seine 95 Thesen als Ketzer verfolgt, sein Wirken führte zur Spaltung der Kirche. Wie testiert ein Prediger, der den Streit nicht scheut und die mächtigste Kirche seiner Zeit herausfordert? Luther greift in seinem Testament zu einer einfachen Lösung, um Auseinandersetzungen um sein Erbe zu vermeiden und die Harmonie in der Familie zu erhalten.

Der Theologe formuliert seinen letzten Willen am 6. Januar 1542 und zählt darin zunächst sein Vermögen auf: Das Gut Zülß­dorff und das Haus Bruno, Becher, Kleinodien, Ringe, Ketten, Schmuck, Goldgulden und Silber im Wert von 1000 Gulden. Das Original von Luthers dreiseitigem handschriftlichen Testament ist erhalten und liegt in einem Museum in Budapest. 1546 verstirbt Luther mit 62 Jahren an einem Herzleiden, ausgerechnet auf der Reise zur Schlichtung einer Erbstreitigkeit.

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