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FAZ plus ArtikelAnleihen-ETF

Ein neuer Umgang mit Anleihen

Von Martin Hock
 - 18:52
ETF nur für Aktien? Auch die Kursentwicklungen von Anleihen können mit Indizes nachgebildet werden.

Börsengehandelte Indexfonds, kurz ETF, sind beliebt. Sie bieten den Vorteil, preiswert in bestimmten Märkten zu investieren. Was fast allen Anlegern bei Aktien unmittelbar einleuchtet – man kauft einfach alles, was in einem Index steckt –, ist bei Anleihen nicht ganz so einfach. Denn obwohl etwa der Deutsche Rentenindex Rex fast so alt ist wie der Dax, kennen ihn zumindest Privatanleger kaum. „Viele sind einfach nicht gewohnt, die Entwicklung des Rentenmarktes an einem Index abzulesen“, sagt Antoine Lesné, Leiter der europäischen Strategie-Abteilung von SPDR, dem ETF-Arm des Vermögensverwalters State Street.

Bei Anleihen war man eben gewohnt, stets Einzeltitel zu wählen. Schließlich war die Kursentwicklung weniger interessant, man kassierte die Zinsen und wartete auf die Rückzahlung. Im Zeitalter niedrigster und negativer Zinsen ist dies eigentlich keine Option mehr. Wer in Anleihen investiert, baut auf die Kursentwicklung, und um diese Taktik umzusetzen, seien ETF eben ein einfaches und transparentes Instrument, sagt Lesné.

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2019 war für die deutsche Fondsbranche mit 15 Prozent höheren Mittelzuflüssen von netto 119 Milliarden Euro ein gutes Jahr. Die steigenden Aktienkurse ließen nach verhaltenem Jahresbeginn das verwaltete Vermögen auf nunmehr 3,4 Billionen Euro steigen, konnte Tobias Pross, Präsident des Branchenverbandes BVI, am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz vermelden. Immer größer wird das Gewicht der Spezialfonds, also der Vermögen vor allem der Versicherer und Einrichtungen zur Altersvorsorge. Dies ist eines der Themen, die den BVI umtreiben. Der Staat müsse hier die Weichen richtig stellen, forderte Hauptgeschäftsführer Thomas Richter. Als Erfolg verbucht der BVI dabei, dass es gelungen sei, einen Staatsfonds vorerst abzuwenden. In der diskutierten Form hätte er als Teil der privaten Altersvorsorge den Wettbewerb deutlich verzerrt, meint man. Nun gelte es, gemeinsam mit dem Finanzministerium ein Standardprodukt weiterzuentwickeln. Eine Vereinfachung der Riester-Rente sei ein guter Ansatz. Diese sei auch nicht gescheitert, so Richter. Kein privates Vorsorgeschema in Europa habe einen so hohen Zuspruch. Eine klare Absage erteilt der BVI in diesem Zusammenhang der geplanten Finanztransaktionssteuer. Von den ursprünglichen Zielen habe man sich längst verabschiedet, es gehe nur noch um Steuereinnahmen. Auch der Solidaritätszuschlag auf Kapitaleinkünfte müsse abgeschafft werden.

Eine Regulierungswende fordert man auch in der EU. Mit der Verordnung zur Nachhaltigkeit (Taxonomie) sei man zufrieden, so Richter, nicht zuletzt, weil ihre Anwendung freiwillig bleibt. Allerdings beziehe sich die Taxonomie nur auf den Klimawandel und sei damit erst ein Anfang. Dagegen komme die Kapitalmarktunion nicht vom Fleck, weil aufgrund falsch verstandenen Verbraucherschutzes überreguliert werde. Der neue Europäische Infrastrukturfonds ELTIF etwa sei ein „Rohrkrepierer“, und die vorgeschriebenen Warnhinweise beim Kauf von Wertpapieren schreckten Anleger ab. „Anschließend fragt sich die EU, warum die Kapitalmarktunion nicht funktioniert“, sagt Richter. Und betont doch: „Wir lieben dieses Projekt.“

mho.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hock, Martin
Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft.
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