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Futures: Die Funktionsweise

17.07.2001
, 00:00
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Angenommen, ein Anleger spekuliert auf steigende Kurse an der deutschen Börse und möchte einen Future kaufen. Das geht nach dem so genannten „Margin-Prinzip“. Zuerst wird der Preis des Futures gehandelt, wie er sich gerade im Markt darstellt. Liegt der Future etwa gerade bei 5.850 Zählern so kann der Investor seinen Kontrakt zu diesem Kurs kaufen.

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Dabei bezahlt er nicht etwa diese 5.850 Punkte, sondern eine so genannte „Initial Margin“, die von Kontrakt zu Kontrakt variiert. Sie wird von der Börse von Zeit zu Zeit an die Marktgegebenheiten angepasst und beträgt für den Dax-Future momentan 350 Punkte. Der Wert eines Punktes liegt bei 25 Euro. Die Marge, die er also zunächst zu hinterlegen hat, beläuft sich momentan auf 350 * 25 = 9.000 Euro. Das ist kein verlorenes Geld, sondern stellt nur eine Sicherheitsleistung dar.

Und dann beginnt die Rechnung. Mit jedem Punkt, den der Future - in Orientierung am Index - steigt, gewinnt der Anleger 25 Euro. Steigt also der Future um 50 Punkte, so macht er 50 * 25 = 1.250 Euro gut. Anders herum funktioniert das natürlich genau so. Fällt der Index, so verliert er Geld. Täglich wird die Differenz zum Vortagesschluss - oder am ersten Tag zum Kaufpreis - ermittelt. Liegt der Schlussstand des Futures darüber, wird ihm die Differenz gutgeschrieben, liegt sie aber darunter, wird von seinem Konto abgebucht. Das ist auch der Grund für die „Initial Margin“. Sie ist eine Sicherheit für die Börse und kann im Extremfall - etwa wenn das Konto des Anlegers nicht mehr genügend Deckung aufweist - in Anspruch genommen werden.

So werden die Gewinne und Verluste von Tag zu Tag errechnet und gutgeschrieben oder abgebucht. So lange, bis die Position geschlossen wird oder der Kontrakt am Ende seiner Laufzeit angelangt ist. Im Englischen nennt man dieses Prinzip auch Marking-to-Market

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Quelle: @cri
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