FAZ plus ArtikelNach dem EZB-Entscheid

Die Sparer müssen weiter durchhalten

Von Christian Siedenbiedel
10.09.2021
, 19:30
EZB
Die EZB wagt trotz höherer Inflation nur einen minimalen Schritt in Richtung Normalität. Für Anleger heißt das: weiter Rückenwind für Aktien – aber Kaufkraftverluste auf Sparkonten. Was ändert sich sonst noch?
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Viel weniger hätte die Europäische Zentralbank kaum machen können, lästern sie am Finanzmarkt: EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am Donnerstag zwar angekündigt, die Anleihekäufe der Notenbank von Oktober an „moderat“ zu verringern. Nun wird gerätselt, ob das eine Reduzierung des Krisenprogramms von 80 Milliarden Euro auf 60, 70 oder womöglich nur auf 75 Milliarden Euro im Monat bedeutet. Sehr gewaltig ist der Unterschied jedenfalls nicht – alle Grundsatzentscheidungen wurden erst einmal verschoben.

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Die EZB bleibt expansiv – während die Töne aus der amerikanischen Notenbank Fed schon sehr viel mehr nach Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik klingen. Dabei sind die Inflationsraten in Europa zuletzt auch spürbar gestiegen: 3 Prozent betrug die Inflation in der Eurozone im August. Auch die EZB musste ihre Schätzung fürs Gesamtjahr jetzt hochsetzen, von 1,9 auf 2,2 Prozent. Und es ist noch keineswegs ausgemacht, dass es dabei bleibt.

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Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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