Aktienmarkt

Konjunktursorgen lösen Kursrutsch aus

05.07.2022
, 16:13
Die Symbole für das Auf und Ab an der Börse schlechthin: Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt
Rezessionssorgen drücken die Aktienkurse in Frankfurt und New York am Dienstagnachmittag deutlich ins Minus. Vor allem Aktien konjunkturabhängiger Unternehmen werden abgestoßen.
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Die Furcht vor einem wirtschaftlichen Abschwung hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Am frühen Nachmittag verstärkte eine deutlich schwächere Eröffnung der Wall Street den Druck nochmals. Der marktbreite F.A.Z.-Index verlor 2,4 Prozent auf 2040 Punkte und sank damit auf den tiefsten Stand seit der Corona-Krise. Der Standardwerteindex Dax gab um 2,5 Prozent auf 12 457 Zähler und damit den tiefsten Stand seit November 2020 nach. Für den Leitindex des Euroraums, den Euro Stoxx 50 ging es um 2,2 Prozent nach unten.

Besonders Aktien konjunktursensibler Unternehmen gerieten unter Druck. Die Aktienkurse der Rüstungsunternehmen Rheinmetall und Hensoldt fielen um mehr als 10 Prozent, die Kurse des Düngemittel- und des Triebwerkherstellers K+S und MTU um rund 8 Prozent. Die Notierung des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Aixtron fiel um rund 9 Prozent. Der Kurs des angeschlagenen Energiekonzerns Uniper stand nach einem Minus von 27 Prozent am Vortag mit einem Verlust von mehr als 9 Prozent abermals unter Druck.

Der Euro fiel auf das tiefste Niveau seit knapp 20 Jahren und notierte zuletzt bei 1,0292 Dollar. Der Dollar-Index, der den Kurs der amerikanischen Währung zu wichtigen anderen Währungen widerspiegelt, stieg um bis zu 1,4 Prozent und notierte mit 106,60 Punkten so hoch wie zuletzt vor knapp 20 Jahren. Zum Schweizer Franken wertete der Euro unterhalb die Parität ab – zuletzt war der Euro nur noch 99,28 Rappen wert.

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Deutlich im Minus eröffnete nach dem aufgrund des Unabhängigkeitstages verlängerten Wochenende auch die Wall Street. Der S&P-500-Index gab kurz nach Handelsbeginn knapp 2 Prozent auf 3747 Punkte nach, der Technologiewerteindex Nasdaq-100 verlor 1,7 Prozent auf 11 399 Zähler. Gefragt waren amerikanische Staatsanleihen. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe fiel auf 2,811 Prozent.

„Rezessionssorgen dominieren den Markt“, sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses CFRA. „Die entscheidende Frage ist nun, wie stark die Zahlen zum zweiten Quartal und die Ausblicke angesichts der sich abkühlenden Konjunktur enttäuschen werden.“ Massiv unter Druck stehen Freizeitwerte. Die Aktienkurse der Kreuzschifffahrtsunternehmen Carnival, Royal Caribbean und Norwegian fielen um 5 bis 6 Prozent.

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Tesla gaben knapp 4 Prozent ab. Der Elektroautobauer hat erstmals seit zwei Jahren einen Rückgang des Quartalsabsatzes bekannt gegeben. Er rechne zwar mit einer Erholung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte, sagte Analyst Garret Nelson vom Research-Haus CFRA. Allerdings schmälerten die neuen Werke in Brandenburg und Austin den Gewinn, da ihre Auslastung bislang gering sei.

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Quelle: mho.
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