FAZ plus ArtikelIPO-Welle

Diese Unternehmen könnten bald den Börsengang wagen

Von Klaus Max Smolka
12.09.2020
, 16:14
Gerade sind neue Parkettsprünge für den Rest des Jahres bekanntgeworden. Auch Projekte für 2021 zeichnen sich schon ab. Unter anderem arbeitet der Laborbetreiber Synlab am Börsengang.

Die Welle von Börsengangsplänen schwappt ins nächste Jahr. Nach Informationen der F.A.Z. wärmt der Finanzinvestor Cinven den entsprechenden Plan für seine Laborkette Synlab wieder auf. Angepeilt dafür ist das erste Halbjahr 2021. Mandatiert als Beratungsgesellschaft ist die auf dieses Geschäft spezialisierte Lilja, die unter anderem bei der Auswahl der Investmentbanken mitredet. Diese seien noch nicht fest mandatiert, ist in Finanzkreisen zu hören. Das macht einen Börsengang (Initial Public Offering, IPO) im ersten Quartal weniger wahrscheinlich. Nicht auszuschließen ist, dass parallel ein Direktverkauf an eine andere Gesellschaft ins Auge gefasst wird.

Synlab ist zuletzt durch seine Corona-Tests bekannt geworden – besonders durch einen Großauftrag des europäischen Fußballverbandes. Die Uefa nannte die Laborkette im August als Tester für all ihre Wettbewerbe. Cinven als Eigentümer lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme zu den Börsenplänen ab.

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Private-Equity-Leitmesse Super Return verschoben

Die Leitmesse der Private-Equity-Branche wird wegen der Corona-Krise verschoben. Interessenten bekamen nach F.A.Z.-Informationen vom Veranstalter den Hinweis, dass die „Super Return“ statt zum traditionellen Termin Ende Februar im Sommer stattfindet – weiterhin in Berlin und im selben Hotel. Am Freitag war das neue Datum auf der Website des Veranstalters auch schon angepasst: 22. bis 25. Juni 2021. Die Veranstaltungsgesellschaft Informa teilte Vertretern der Private-Equity-Branche, die an dem Treff mitwirken sollen, mit, man wolle so die physische Anwesenheit möglichst vieler Gäste sichern und gleichzeitig Gesundheitsschutz gewährleisten.

Zu den wichtigen Akteuren auf der Messe zählt der deutsche Branchenverband BVK, welcher mit eigenen Veranstaltungen präsent und außerdem der Berliner Lobbyverband vieler an der Super Return teilnehmender Beteiligungsgesellschaften ist. Die Super Return in Berlin gilt als der bedeutendste Treff der Beteiligungsbranche, zuletzt begrüßte sie nach eigenen Angaben mehr als 3000 Teilnehmer, mehr als ein Drittel davon aus dem Kreis der Geldgeber: Pensions- und Staatsfonds etwa, Verwalter von Familienvermögen sowie Banken oder Stiftungen.

Die diesjährige Super Return hatte an den letzten Februartagen stattgefunden und damit zu einem Zeitpunkt, als in Deutschland der Ernst der Lage noch nicht richtig klar war – aber schon Zeichen der Verunsicherung deutlich wurden. Auf der Party zur Kontaktpflege begann Corona zum Thema zu werden, es wurde aber noch gewitzelt, wenn jemand hustete oder nieste. Doch hatte es auch schon Absagen für die Veranstaltung gegeben.

Kurzfristig storniert wurde eine Spezialreihe zu Private Equity in Italien, welches sich eigentlich als derzeit besonders attraktives Land hatte präsentieren sollen. Corona war schon Thema als möglicher Negativfaktor für das Geschäft im laufenden Jahr – aber nicht in der kurz darauf deutlich werdenden Dimension. Als Risiken standen im Vordergrund Handelskonflikte, die Wahl in den Vereinigten Staaten, ein zyklisch bedingter Abschwung nach all den Jahren der Hochkonjunktur und auch der Wettbewerb um fähige Fachkräfte.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Smolka, Klaus Max
Klaus Max Smolka
Redakteur in der Wirtschaft.
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