FAZ plus ArtikelChinesische Unternehmen

Über Nacht zum Staatsfeind

Von Hendrik Ankenbrand
08.07.2021
, 11:24
Schlechte Aussichten für Didi: Die Fahrer kommen pünktlich, aber die Aktien des Fahrdienstes sinken
Der Fahrdienstleister Didi konnte in New York an die Börse gehen. Doch dann verbot China die Aufnahme neuer Kunden und entfernte die App von den Plattformen. Was heißt das für chinesische Unternehmen am ausländischen Kapitalmarkt?
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Über die Notierung des chinesischen Fahrdienstes Didi Chuxing an der New Yorker Börse Nasdaq ließ Jim Cramer keinen Zweifel. „Ich würde so viele Aktien kaufen wie möglich“, hatte der frühere Hedgefonds-Manager und heutige Moderator der populären Kleinanlegersendung „Mad Money“ im amerikanischen Fernsehsender CNBC seinen 200.000 Zuschauern geraten.

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Zwar waren dort auch als „Risiko“ etwaige „Unsicherheiten bezüglich des chinesischen Rechtssystems“ aufgeführt sowie die Warnung, dass die Regierung ihre „Interpretation bestehender Regulierung“ ändern könne, was eine freundliche Formulierung für einen Willkürstaat wie China ist. Doch auch die Erwähnung, dass Peking den Fahrdienst bereits daraufhin untersuche, was er mit all den Daten anstellt, die die Autos und Kunden sammeln, konnte nicht die Hoffnung der Anleger darauf trüben, was Didi von sich selbst behauptete: dass es sich an Chinas Markt für Fahrdienste und andere Mobilitätsdienstleistungen, der im Jahr 2040 eine Größe von 3,9 Billionen Dollar erreichen werde, als Branchenprimus eine goldene Nase verdiene.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Ankenbrand, Hendrik
Hendrik Ankenbrand
Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
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