Schwächster Juni überhaupt

Schlechtestes Dax-Halbjahr seit der Finanzkrise

01.07.2022
, 10:15
Der Handelssaal der Frankfurter Börse mit der Entwicklung des Dax zum letzten Tag des ersten Halbjajhres 2022
Es ist kein Ende der fallenden Kurse in Sicht. Nach dem schwächsten Juni in seiner Geschichte startet der Dax schwach ins zweite Halbjahr.
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Der Dax kommt verkatert ins zweite Halbjahr. Am Morgen eröffnete er nahe seines Vortagstiefs von 12.618 Punkten mit 12.627 Punkten. Im frühen Handel kämpfte er sich wieder in Richtung der Nullmarke mit 12.767 und noch 0,1 Prozent Verlust.

Das Jahrestief bei 12.438 Zählern ist dennoch nicht weit entfernt, nennenswerte charttechnische Unterstützungen auf dem Weg dorthin gibt es nach Einschätzung der Helaba nicht mehr. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 konnte schwerere anfängliche Verluste ebenso eingrenzen und lag am Morgen bei noch 0,4 Prozent schwächer bei 3441 Punkten.

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Die Bilanz des Dax für das erste Halbjahr ist mit minus 19,5 Prozent sehr schwach. Anfang Januar hatte er noch einmal am Rekordhoch vom November gekratzt. Vom Höchststand aus ging es gar um 21,5 Prozent abwärts, womit er sich wie der marktbreite US-Index S&P 500 im Bärenmarkt befindet. „Das erste Halbjahr war für den Dax das schwächste seit 2008, und einen schwächeren Juni gab es überhaupt noch nicht“, sagte ein Börsianer.

„Die Rezessionssorgen haben die Finanzmärkte fest im Griff. Die hohen Inflationsraten und falkenhafte Kommentare von diversen Notenbankern halten Zinserhöhungserwartungen hoch und damit aber eben auch Konjunktursorgen“, hieß es am Morgen von der Commerzbank.

Immerhin zeigten unter den 40 Dax-Werten am Freitag wieder mehr Lebenszeichen als am Donnerstag, wo es für fast alle nach unten ging. Am Morgen führte Zalando mit einem Plus von 3,5 Prozent das Feld. Gut lief es ebenso für Airbus und Hellofresh, die jeweils 1,8 und 1,6 Prozent gewannen. Am unteren Ende verlor Infineon annähernd 4 Prozent. Siemens Healthineers, die den Donnerstag über noch zu den Gewinnern zählten, verloren fast 3 Prozent am Freitagmorgen.

Quelle: dpa./brn.
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