Marktbericht

Deutsche Aktien im Minus

24.05.2022
, 11:13
An der Börse gehen die Aktienkurse am Dienstag wider nach unten. Eine schwache Prognose von Snap belastet.
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Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag recht volatil und merklich schwächer eröffnet. Am Vormittag liegt der Standardwerteindex Dax 14.013 Punkten rund 1,2 Prozent im Minus. „An einem Tag zeigen sich die Marktteilnehmer euphorisch und verdrängen die altbekannten Belastungsfaktoren. Und kurze Zeit später ist die gute Laune plötzlich verflogen. Die Zins- und Rezessionssorgen ziehen die Märkte dann wieder in das Tal der Tränen“, fasste Analyst Christian Henke vom Broker IG die Lage am Aktienmarkt zusammen.

Für den mit 100 Werten den Markt in seiner Breite abbilden F.A.Z.-Index geht es etwas weniger stark auf 2343 Zähler nach unten. Druck auf die Kurse übt der Terminhandel auf die Wall Street aus. Der S&P-500 Index wird aktuell etwa1,5 Prozent niedriger erwartet als zum Montagsschluss.

Hintergrund ist eine Prognosekorrektur des Betreibers der Social-Media-Plattform Snapchat. Es sei wahrscheinlich, dass die Umsatz- und Gewinnziele im laufenden Quartal verfehlt würden, vermeldete Snap in einer Börsenmitteilung, zudem werde man die Einstellungen drosseln. Seit der jüngsten Prognose im April habe sich das konjunkturelle Umfeld weiter verschlechtert. Schon diese Prognose eines jährlichen Umsatzwachstums von 20 bis 25 Prozent und eines bereinigten operativen Gewinns zwischen 0 und 50 Millionen Dollar war als enttäuschend gewertet worden.

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Der Aktienkurs fiel im vorbörslichen Geschäft in den USA um fast 32 Prozent und zog auch andere Technologiewerte, allen voran den Kurs des Facebook-Betreibers Meta nach unten. Die Prognosesenkung sei ein Indiz für die sich verschlechternde Konjunktur und das Werbegeschäft, schreibt Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Er senke daher seine Prognosen für Snap und für andere, von Werbeeinnahmen abhängige Technologiewerte wie Twitter, die Google-Mutter Alphabet oder die Facebook-Mutter Meta. Diese würden demnächst sicher auch enttäuschende Zahlen vorlegen.

Die Aktienkurse von RWE und Uniper fielen um mehr als 5 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen als Belastung auf einen Pressebericht über eine mögliche Sondersteuer auf außerordentlich hohe Gewinne von Stromerzeugern durch den Preisanstieg.

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Der Kurs des Online-Modehändlers About You You sinkt um 7,5 Prozent. Ein Händler zeigte sich sowohl von den endgültigen Jahreszahlen als auch vom Ausblick enttäuscht. Adler Group verlieren fast 10 Prozent nach einem Pressebericht über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Immobilienkonzern.

Quelle: mho./dpa
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