Weiter unter Druck

Deutsche Aktien tendieren knapp behauptet

25.06.2020
, 08:10
Handelssaal der Frankfurter Börse (Archivbild)
Nach den deutlichen Kurverlusten des Vortages zeichnete sich zunächst eine gut behauptete Eröffnung des deutschen Aktienmarktes ab. Doch daraus wurde nichts.
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Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Donnerstag knapp behauptet. Mit einem Minus von zuletzt 0,5 Prozent setzen sich die Kursverluste des Vortages mit deutlich gebremstem Schaum fort. Ursprünglich war eine behauptetet Eröffnung erwartet worden, doch weiteten die Terminkontrakte auf den amerikanischen Aktienmarkt am Morgen ihre Verluste aus und zeigen derzeit eine abermals leichtere Eröffnung der Wall Street an.

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Der Dax versuche einen Boden zu finden, sagte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Die Nachrichtenlage bleibe eher negativ eingefärbt, denn die Gefahr einer zweiten Corona-Welle nehme zu und der Handelskonflikt zwischen den Vereinigte Staaten und der EU gewinne an Schärfe, so der Marktexperte.

Am Mittwoch war der Standardwerteindex aus den gleichen Gründen schon um 3,4 Prozent gefallen.Steigende Infektionszahlen im Zuge der Coronavirus-Pandemie in Teilen der Welt hatten die Aktienmärkte rund um den Globus auf Talfahrt geschickt. „Jeder hat Angst vor einer zweiten Welle, nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Lateinamerika, Brasilien und Russland", sagte Analyst Jigar Trivedi vom Brokerhaus Anand Rathi. Vor diesem Hintergrund konnte auch ein rekordstarker Anstieg des Ifo-Index die Talfahrt nicht bremsen, zumal der Internationale Währungsfonds seine Konjunkturprognosen senkte und etwa für Deutschland von einer Schrumpfung von fast 8 Prozent ausgeht.

Auch an der Wall Street waren die Kurse gefallen. Der S&P 500-Index hatte 2,6 Prozent auf 3050 Zähler nachgegeben und selbst der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 2 Prozent auf 10.002,69 Punkte verloren. Die Neuinfektionen in den Vereinigten Staaten erreichten am Mittwoch einen Tageshöchstwert seit April. Der führende amerikanische Immunologe Anthony Fauci sprach von einem "beunruhigenden Anstieg" in mehreren Bundesstaaten.

Derweil eröffnen die Vereinigten Staaten offenbar wieder eine neue Runde eines Handelskonflikts, diesmal mit der EU und Großbritannien. Aus einer Mitteilung des amerikanischen Handelsbeauftragten geht hervor, dass die Regierung über Zölle auf Waren im Wert von 3,1 Milliarden Dollar nachdenkt. Davon betroffen sein könnten unter anderem Bier, Schokolade, Oliven und Gin.

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An den asiatischen Märkten schien der Verkaufsdruck abzuebben, doch waren die Märkte in Hongkong und auf dem chinesischen Festland allerdings wegen eines Feiertags geschlossen. In Tokio fiel der Nikkei-Index um 1,2 Prozent auf 22.260 Punkte, der südkoreanische Kospi gab um 2,3 Prozent nach.

Gegen den Trend behaupten kann sich unter anderem die Aktie des Chemiekonzerns Bayer. Dieser hat sich im Streit um den angeblich krebserregenden Unkrautvernichter Glyphosat in den Vereinigten Staaten mit einem Großteil der Kläger auf einen Vergleich geeinigt. Dafür muss Bayer nun bis zu 11 Milliarden Dollar aufwenden.

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Der Aktienkurs des von einem geharnischten Bilanzskandal erschütterten Zahlungsabwicklers Wirecard steht mit einem Minus von 9 Prozent abermals unter Druck. Der Goldpreis, der am Vortag mit 1779,06 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) auf ein Sieben-Jahres-Hoch gestiegen war, gibt leicht auf 1766 Dollar nach.

Quelle: mho.
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