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Geldanlage in Aktien

Profiteur der Digitalisierung des Gesundheitswesens

Von Christoph Scherbaum
Aktualisiert am 04.02.2019
 - 12:55
Mit der Software für die Anbindung von Praxen an die Telematikinfrastruktur verdient Compugroup gut. Bild: CGM
Compugroup, ein Anbieter von Software für Arztpraxen und Krankenhäuser verdient gut. Die jüngsten Zahlen lassen den Aktienkurs am Montag um mehr als 10 Prozent steigen.

De Digitalisierung des Gesundheitswesens beschert der Compugroup Medical SE volle Auftragsbücher und eine gute Bilanz für das Jahr 2018. Wie der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte Softwarehersteller aus Koblenz zum Wochenauftakt berichtet, hat das Unternehmen Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Die Nachricht kommt an der Börse gut an, der Aktienkurs steigt zeitweise um mehr als 10 Prozent.

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Der operative Gewinn (Ebitda) wuchs bei einer Marge von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 182 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2019 wird nun ein Umsatz zwischen 720 und 750 Millionen Euro und ein operativer Gewinn zwischen 190 und 205 Millionen Euro erwartet.

Zum guten Ergebnis hat unter anderem auch die bundesweite Verbreitung der sogenannten Telematikinfrastruktur (TI) beigetragen. In diesem Bereich hatte Compugroup in den vergangenen Jahren stark investiert. Nun konnte das Unternehmen im Jahr 2018 zuverlässig und in hoher Stückzahl (42.000) zugelassene Komplettpakete an Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Krankenhäuser ausliefern.

Analyst Knut Woller von der Baader Bank sieht in der Aktie weiterhin einen Kauf-Kandidaten und belässt die Einstufung auf „Buy" mit einem Kursziel von 49 Euro. Compugroup habe das Jahr solide beendet, auch der Ausblick auf 2019 sei stärker als erwartet. Auch das Analysehaus Warburg Research hat Compugroup auf „Buy" mit einem Kursziel von 53,50 Euro belassen.

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Langfristig erfolgreich

Aktionäre, die schon länger in Compugroup investiert sind, werden durch diese Analysteneinschätzung bestätigt. Wer vor zehn Jahren 10.000 Euro in Aktien des Softwareherstellers investiert hat, kann heute auf eine Depotgröße von 107.000 Euro blicken. Auch auf Sicht der vergangenen fünf Jahre konnten Anleger gutes Geld mit den Aktien verdienen. Hier wurden aus 10.000 über 22.000 Euro. Lediglich auf Sicht der vergangenen 12 Monate ist das Ergebnis negativ. Die Notierung konnte sich den allgemeinen Marktgegebenheiten nicht entziehen.

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Compugroup könnte für Anleger interessant sein, die gerne einen sogenannten Anker-Aktionär in einem Unternehmen sehen, der sich durch einen langfristigen Anlagehorizont und aktives Interesse an der Weiterentwicklung des Unternehmens auszeichnet. Bei Compugroup ist dies der Gründer und Vorstandsvorsitzende Frank Gotthardt. Der Computerwissenschaftler erkannte vor mehr als 30 Jahren den Nutzen von Software für das Gesundheitswesen und baute das Unternehmen entsprechend auf. Heute besitzt Gotthardt 33,65 Prozent der Aktien des Unternehmens (Stand Januar 2019, Compugroup), im freien Handel befinden sich derweil 41,82 Prozent.

Dass die Aktie kein Selbstläufer ist, zeigt die jüngste Entwicklung des Kurses. Gemessen an der 200-Tage-Linie befindet sich die Aktie seit Herbst 2018 in einem langfristigen Abwärtstrend. Seit Anfang des Jahres aber ist der Trend wieder kurzfristig positiv. Für eine Hightech-Aktie, als die ein Softwarehersteller für Medizin durchaus eingestuft werden kann, ist das aktuelle 2019er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21 noch eine moderate Bewertung.

Die Aussicht, dass das Unternehmen mit Standorten in 19 Ländern in einem zukunftsträchtigen Markt zu Hause ist und dort eigenen Angaben zufolge auch über eine marktführende Position verfügt, könnte auf langfristiger Sicht die Aktie interessant machen. Denn die Medizin bleibt eines der Trendthemen der nächsten Jahrzehnte.

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Quelle: FAZ.NET
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