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Finanzmärkte

Ein guter Wochenstart

17.01.2022
, 11:05
Blick in den Handelssaal der Frankfurter Börse Bild: obs
Nach ruckeligem Start sind die Chancen für den deutschen Aktienmarkt am Montag gut. Der Ölpreis dagegen ist von seinem vorübergehenden Mehrjahreshoch wieder zurückgekommen.
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Ruckelig sind die Finanzmärkte in die Woche gestartet. Der eine deutschen Aktienmarkt breit abbildende FAZ Index Starte der erst im Plus, rutschte gleich ins Minus notiert aktuell aber 0,3 Prozent höher bei 2758 Punkten. Der Dax Vermied zwar ein vorübergehendes Minus und notiert aktuell 0,4 Prozent über den Freitagsschluss mit 15.945 Zählern aber dennoch weiter deutlich unter der Marke von 16.000 Stellen.

Dem Markt half eine Erholung des Terminkontrakt auf den amerikanischen S&P-500-Index. Dieser hatte am frühen Morgen eine negative Tendenz aufgewiesen, hat sich aber mittlerweile auf das Niveau des Freitagsschlusskurses erholt. Die Chancen auf Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt stehen nicht schlecht, weil es kein Störfeuer aus den USA geben wird. Die Wall Street bleibt wegen des Martin Luther King Day am Montag geschlossen.

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An den asiatischen Börsen War die Entwicklung uneinheitlich gewesen. während der japanische Nikkei Index und der chinesische CSI 300 im Plus schlossen, verlor der Hang-Seng-Index in Hongkong 0,7 Prozent auf 24.218 Punkte.

Zu den Kurstreibern gehört die reflexhafte Reaktion auf die chinesischen Wachstumsdaten zum einen und eine Zinssenkung der Chinesischen Nationalbank zum anderen. Nach offiziellen Angaben der chinesischen Führung ist die chinesische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 8,1 Prozent gewachsen. der eher schlechte Teil der Nachricht, dass das Wachstum im vierten Quartal auf nur noch 4 Prozent absank, wurde dann dadurch kompensiert, dass die Notenbank zwei wichtige Leitzinsen senkte zusätzliche Liquidität in das Finanzsystem gab. Das zeigt wiederum, das das Narrativ von der die Aktienmärkte unterstützenden Geldpolitik und China als Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft weiter intakt ist.

Unbeachtet blieb dagegen, dass sich die Situation am chinesischen Immobilienmarkt weiter verschlechtert hat. Die Anleihen der Projektentwickler Logan Group und Country Garden vielen auf neue Tiefstände von weniger als 70 Prozent des Nominalwerts. Im Falle Logan wird spekuliert, dass das Unternehmen umfangreiche Privatplatzierungen gegeben hat, was dieses dementiert. Derzeit haben die Projektentwickler so gut wie keinen Zugang mehr zum Markt für Dollar-Anleihen. Country Garden hatte in der vergangenen Woche eine Wandelanleihe aufgrund schwacher Nachfrage zurückziehen müssen. Seit Oktober konnten nach Angaben des Finanzinformationsdienstes Bloomberg mindestens sieben Projektentwickler den Schuldendienst auf ihre Dollaranleihen nicht mehr leisten. Chinesische Immobilienunternehmen müssten in diesem Jahr Anleihen im Wert von rund 99 Milliarden Dollar tilgen, die Hälfte davon sei in Dollar denominiert.

Der Ölpreis verlor vorläufig seinen Kampf um ein neues Sieben-Jahres-Hoch. In der Nacht war der Preis für ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent bis auf 86,71 Dollar gestiegen. der Preis geriet aber am Morgen im europäischen Handel unter Druck und viel deutlich. Zuletzt wurden für das Barrel 86,10 Dollar bezahlt. Saudi-Arabiens Energieminister Abdulaziz bin Salman -Arabiens hatte sich unbesorgt hinsichtlich des Anstiegs der Preise geäußert. Das war so verstanden worden, dass die OPEC+-Gruppe die Ölproduktion in absehbarer Zeit nicht ausweiten wird.

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Auf der anderen Seite aber hat die kasachische Ölproduktion offenbar wieder Normalniveau erreicht. Zudem hat die libysche Ölproduktion nach Aussage von Regierungsstellen wieder 1,2 Millionen Barrel jeden Tag erreicht, nachdem eine Blockade von Ölfeldern aufgehoben und Ölhäfen im Osten des Landes wieder geöffnet wurden. Zu Jahresbeginn war die Ölproduktion Libyens noch auf gut 700.000 Barrel am Tag gesunken. Dies hatte zum jüngsten, kräftigen Ölpreisanstieg beigetragen.

Quelle: mho.
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