<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Bank of America

Fondsmanager werden pessimistischer, investieren aber mehr

Von Kerstin Papon
 - 16:51
Finanzplatz Frankfurt

Die Zuversicht internationaler Vermögensverwalter hat zuletzt nachgelassen. Dies zeigt die jüngste Umfrage von Bank of America unter 221 Fondsmanagern, die auf der Welt 676 Milliarden Dollar verwalten. Auffallend ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass diese professionellen Investoren derzeit vergleichsweise wenig liquide Mittel halten.

Umgekehrt heißt dies, dass sie relativ stark im Markt investiert sind. Der durchschnittliche Anteil an Barmitteln in den Portfolios der befragten Fondsmanager ist von 4,2 Prozent im Januar auf 4,0 Prozent im Februar gesunken. Dies sei der niedrigste Wert seit März 2013, heißt es von Bank of America. Im Fünf-Jahres-Durchschnitt sind es 4,9 Prozent.

Dabei fallen die Erwartungen zum Wachstum der Weltwirtschaft im Vergleich zum Vormonat deutlich schlechter aus. Aktuell erwarten netto 18 Prozent der Befragten – um diesen Wert übersteigt der Anteil der Optimisten den der Pessimisten –, dass sich die Weltkonjunktur in den kommenden zwölf Monaten verbessert. Im Januar sagten dies netto noch 36 Prozent. Man befinde sich damit aber noch immer ein gutes Stück oberhalb der Tiefpunkte des Jahres 2019, heißt es von Bank of America. Und nur netto 40 Prozent nach zuvor netto 57 Prozent erwarten binnen eines Jahres eine höhere Inflationsrate. Als größtes Risiko gilt die amerikanische Präsidentenwahl.

Technologieaktien gefragt

Nach Ansicht der befragten Fondsmanager sollten sich in diesem Umfeld Wachstumsaktien („growth“) in den kommenden zwölf Monaten besser entwickeln als werthaltige Titel („value“). Das sagen derzeit netto 6 Prozent dieser Vermögensverwalter, ein deutliches Plus zum Vormonat und der höchste Wert seit Juli 2008. Unter den Branchen sind denn auch wachstumsstarke Technologieaktien besonders beliebt. Netto 40 Prozent der Befragten gewichten diese Papiere in ihren Depots über.

Das entspricht einem deutlichen Plus von 9 Prozentpunkten zum Januar. Ähnlich hoch war dieser Anteil zuletzt im Oktober 2016. Dies sei zudem das höchste Engagement in einem Sektor in der aktuellen Umfrage, heißt es. Am Terminmarkt sei die Spekulation auf steigende Kurse amerikanischer Technologieaktien am beliebtesten, das sagt mehr als die Hälfte der Befragten, gefolgt von der Wette auf steigende Notierungen amerikanischer Staatsanleihen.

Insgesamt zeigen sich die Fondsmanager trotz der geringeren Zuversicht risikofreudiger. In den Portfolios dieser Vermögensverwalter hat sich der Anteil von Aktien überhaupt erhöht. Netto 33 Prozent der Fondsmanager gewichten die Dividendentitel über – der höchste Wert binnen 20 Monaten. Die beliebteste Region für Aktien sind im vierten Monat in Folge die vergleichsweise riskanten Schwellenländer („Emerging Markets“). Dort ist der Anteil der Befragten, die diese Aktien in ihren Portfolios übergewichten, um 3 Prozentpunkte auf netto 36 Prozent gestiegen – so hoch lag er zuletzt vor etwa einem Jahr.

Amerikanische Aktien bevorzugen netto 19 Prozent der Umfrageteilnehmer (plus 16 Prozentpunkte) – der höchste Anteil seit September 2018. Dazu passt, dass die Zuversicht in die amerikanische Wirtschaft zuletzt wieder zugenommen hat. Mehr als die Hälfte der Fondsmanager hält aber den Dollar für überbewertet. Dies ist zweithöchste Wert seit dem Jahr 2002. Am Donnerstag betrug der Kurs zeitweise sogar weniger als 1,08 Dollar je Euro. Vor einem Jahr waren es noch gut 1,13 Dollar.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Papon, Kerstin
Kerstin Papon
Redakteurin in der Wirtschaft.
Twitter
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenUSADollar

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.