FAZ plus ArtikelKrisenszenarien

Wie viel Lehman in Evergrande steckt

Von Martin Hock und Inken Schönauer
22.09.2021
, 06:17
2007: Noch schien das Geschäft von Lehman Brothers zu florieren.
Evergrande wackelt und die Bank-Aktien geraten unter Druck. Ist das Zufall? Oder wiederholt sich am Ende die Geschichte?
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Zum Wochenauftakt hatte noch eine Verkaufswelle den Aktienkursen europäischer Banken zugesetzt. UBS, Deutsche Bank, BNP Paribas, sie alle waren stark betroffen. Einen Tag später beruhigten sich die Investoren wieder etwas. Dennoch: An den Märkten weht der Geist von Evergrande. Seit der wackelnde chinesische Immobilienkonzern plötzlich im Lichte der Öffentlichkeit steht, macht sich Unsicherheit breit.

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Zwar wird immer wieder betont, dass das chinesische Unternehmen in einem sehr abgeschotteten Markt agiere und wenig Verbindung ins Ausland habe – schon gar nicht zu europäischen Banken. Aber ob darüber vollends Transparenz herrscht, ist ungewiss. Auf Nachfrage zu einer möglichen Beteiligung europäischer Banken am Evergrande-Schuldenberg heißt es bei den Instituten, dass man sich zu konkreten Kundenbeziehungen nicht äußere oder generell keinen Kommentar dazu gebe. BaFin, Bundesbank und auch die europäische Bankenaufsicht gaben sich auf Anfragen zugeknöpft. „Das kommentieren wir nicht.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hock, Martin
Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft.
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Inken Schönauer
Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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