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Klimawandel und Finanzmarkt

Europa ist Drehscheibe für grüne Anleihen

Von Markus Frühauf
 - 10:31
Die Symbole der Börse mit grünem Anstrich

Die Europäische Kommission hat sich vorgenommen, stärker als bisher gegen den Klimawandel zu kämpfen. Das macht sich nun auch am Finanzmarkt bemerkbar, wo die meisten Emissionen nachhaltiger Anleihen von europäischen Staaten, Institutionen und Unternehmen vorgenommen werden. Die Ratingagentur Moody’s sagt diesen Schuldtiteln, mit denen die Umwelt geschützt, die soziale Entwicklung sowie gute Unternehmensführung gefördert werden sollen, auch im laufenden Jahr ein sehr hohes Wachstum voraus.

Im vergangenen Jahr beliefen sich diese Anleihen, die am Finanzmarkt nach den englischen Begriffen „Environment“, „Social“ und „Governance“ auch in der Kurzform als ESG-Bonds bezeichnet werden, auf 323 Milliarden Dollar. Das ist ein neuer Rekord, der im laufenden Jahr noch mal um fast ein Viertel auf 400 Milliarden Dollar gesteigert werden soll. Das entspräche gegenüber dem Jahr 2018 einer Verdopplung.

Diese Zahlen enthalten auch Anleihen, die nach den Kriterien der von internationalen Organisationen, Institutionen und Finanzdienstleistern gegründeten Climate Bonds Initiative nicht als „Green Bonds“ eingestuft werden können, weil mehr als 5 Prozent der Erlöse nicht ökologischen Zwecken dienen oder nach den Standards der Initiative nicht mit diesen in Einklang stehen.

Strenge Maßstäbe

Aber auch nach strengen Maßstäben fällt das Wachstum beachtlich aus. Die Emissionen von Green Bonds nahmen um 50 Prozent auf 258 Milliarden Dollar zu. Im laufenden Jahr wird ein Anstieg auf 300 Milliarden Dollar erwartet. Europa, wo sich die Europäische Kommission über ihren Kriterienkatalog für nachhaltige Finanzierungen – die sogenannte Taxonomie – um eine Vorreiterrolle in Sachen nachhaltiger Standards bemüht, nimmt eine Spitzenposition ein.

Im vergangenen Jahr entfielen 45 Prozent aller neuen nachhaltigen Anleihen auf europäische Emittenten. Im Jahr 2018 erreichte der Anteil noch 39 Prozent. Emittenten aus Nordamerika trugen unverändert 23 Prozent bei. Dagegen nahm die Bedeutung Asiens im zurückliegenden Jahr von 29 auf 23 Prozent ab.

Staaten emittierten ein Zehntel der grünen Anleihen, staatliche Einheiten weitere 14 Prozent, regionale Behörden 4 Prozent und die staatlichen Entwicklungsbanken 11 Prozent. Finanzdienstleister, also Banken und Versicherer, begaben 21 Prozent der Green Bonds, während auf Unternehmen 23 Prozent entfielen. Für Energieprojekte wurden 31 Prozent der Mittel verwendet, für Gebäude 28 Prozent, für Transport 20 Prozent und für Wasser 11 Prozent.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frühauf, Markus
Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
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