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Federal Reserve-Kommentar

Powells Pause

EIN KOMMENTAR Von Winand von Petersdorff
 - 16:15

Die amerikanische Zentralbank Federal Reserve hat auf die Pausentaste gedrückt. Äußerungen ihres Präsidenten Jerome Powell und seiner Kollegen machen klar, dass der nächste Zinsschritt in nächster Zeit nicht ansteht. Der alte Rhythmus, der in jedem Quartal eine Leitzinserhöhung bescherte, ist gebrochen. Zwei statt der prognostizierten vier Zinsschritte scheinen jetzt realistisch zu sein.

Die Zentralbanker erwarten zwar ganz klar keine Rezession, auch haben die sich global zusammenbrauenden Risiken noch keinen nennenswerten Niederschlag in den Konjunkturdaten gefunden. Doch sehen sie auch keine drängende Notwendigkeit, dem bisherigen geldpolitischen Pfad im gleichen Tempo zu folgen wie bisher. Diese Wendung dürfte als interessanten Nebeneffekt haben, dass sie das Verhältnis der Fed zum Weißen Haus entspannen dürfte.

Die Frage, ob Präsident Donald Trumps harsche Warnungen vor einer Leitzinsanhebung Gehör gefunden haben, ist müßig. Heute scheinen die Fed und Trump die ökonomische Lage gleich einzuschätzen. Die Notenbank brauchte dafür vermutlich etwas länger, weil sie echte ökonomische Daten auswerten wollte. Trump hat sich eher auf seine Intuition verlassen.

Quelle: F.A.Z.
Winand von Petersdorff-Campen
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
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