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FAZ plus ArtikelKursprognosen

Pro Sieben Sat 1 wird zum Übernahmekandidaten

Von Henning Peitsmeier, München
 - 17:14

Selten widersprechen sich Kursprognosen so diametral wie im Fall von Pro Sieben Sat 1. Während die Analysten der amerikanischen Investmentbank JP Morgan der Aktie des Medienkonzerns, die gerade erst den tiefsten Stand seit sieben Jahren erreicht hat, in den kommenden zwölf Monaten eine Kursverdoppelung auf 30 Euro zutrauen, sehen ihre Kollegen von Morgan Stanley den lang anhaltenden Abwärtstrend noch immer nicht am Ende. Sie raten daher zum Verkauf bei einem Kursziel von 11,20 Euro.

Eine Studie von Morgan Stanley, vor wenigen Tagen veröffentlicht, lässt für die Zukunft des Fernsehens nichts Gutes erahnen. Analyst Omar Sheikh glaubt, dass mit dem starken Wachstum der amerikanischen Online-Videotheken Netflix und Amazon Prime die herkömmlichen Fernsehsender in Europa unter Druck geraten, Pro Sieben Sat 1 dabei noch stärker als der Konkurrent RTL. Im vergangenen Jahr habe sich der Rückgang der Zuschauerzahlen im linearen Fernsehen noch einmal beschleunigt, und die Sender müssten nun ihrerseits erheblich in entsprechende Streamingangebote investieren – sowohl für Originalinhalte als auch für wettbewerbsfähige Technologien. Allein fünf bis zehn neue Drama- oder Comedy-Serien kosteten 50 bis 100 Millionen Euro pro Jahr, Technologie-Investitionen noch einmal mindestens 20 bis 50 Millionen Euro. Damit summierten sich die jährlichen Ausgaben auf mindestens 70 bis 150 Millionen Euro jedes Jahr, rechnete Analyst Omar Sheikh vor und reduzierte seine Dividenden- und Gewinnprognosen für Pro Sieben Sat 1.

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Quelle: F.A.Z.
Henning Peitsmeier
Wirtschaftskorrespondent in München.
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