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Nach IPO

Börsenneuling Teamviewer liefert gute Zahlen

Von Bastian Benrath
 - 12:36
Teamviewer-Chef Oliver Steil (links) am Tag des Börsengangs mit Jörg Rockenhäuser (Mitte) von Permira und Finanzchef Stefan Gaiser (rechts)

Das neueste Technologieunternehmen an der Frankfurter Börse, Teamviewer, hat nach seinem Börsengang sein starkes Wachstum fortgesetzt. Sein Umsatz stieg von 175 Millionen Euro in den ersten neun Monaten vergangenen Jahres auf 283 Millionen in diesem Jahr, ein Wachstum von 62 Prozent. Allein im dritten Quartal erzielte das Unternehmen 102 Millionen Euro. Teamviewer mit Sitz im schwäbischen Göppingen stellt Software für die Fernwartung von Computern und Maschinen her.

Der Aktienkurs des seit September an der Börse notierten Unternehmens lag am Montagmittag als Reaktion auf die guten Finanzdaten rund 5 Prozent im Plus. Die Aktie notiert nun über ihrem Ausgabepreis vom September, lag aber zwischendurch auch schon unter diesem Niveau.

Teamviewer wächst dabei profitabel. Dieses Jahr stand mit 59 Millionen Euro ein Nettogewinn unter dem Strich, nachdem im vergangenen Neunmonatszeitraum keiner angefallen war. Das hat aber auch damit zu tun, dass die Schwaben ihr Abrechnungsmodell vom Verkauf von Lizenzen für die Software auf ein Abonnementmodell umgestellt haben, was sich in der Bilanz unterschiedlich auswirkt. Das sogenannte Cash-Ebitda, auf welches sich das Unternehmen als sein Betriebsergebnis fokussiert, war schon seit längerer Zeit stets positiv. Allerdings lässt der Blick darauf auch die Marge größer erscheinen. So ergibt sich im aktuellen Quartal eine Cash-Ebitda-Marge von 56 Prozent, während nach normalen Standards die Ebit-Marge bei rund 18 Prozent liegt.

Das starke Wachstum ist Teamviewer aber nicht abzusprechen. Die Zahl der kostenpflichtigen Abonnements ihrer Software lag Ende September bei mehr als 430.000, was doppelt so viel ist wie vor einem Jahr (215.424). Die Preisstruktur des Unternehmens sieht vor, dass größere Unternehmen mit mehr Arbeitsplätzen mehr für die Software bezahlen als kleine. Für Großkunden legte Teamviewer ein neues Enterprise-Produkt auf. Dieses nutzen inzwischen 590 Kunden mit einem jährlichen Auftragsvolumen von mehr als 10.000 Euro, das sind 60 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das Unternehmen bestätigte den Jahresausblick und will eine Cash-Ebitda-Marge von mehr als 60 Prozent erreichen. Die in Rechnung gestellten Umsätze (Billings) sollen auf rund 320 Millionen Euro wachsen. Schon vor einiger Zeit startete Teamviewer den Prozess, sich zu internationalisieren. Dabei wächst der Nord- und Südamerikanische Markt am stärksten. Technologisch expandiert das Unternehmen in den Augmented-Reality-Bereich; mithilfe von Videobrillen sollen Techniker Wartungen vom Schreibtisch aus durchführen können und nicht mehr vor Ort sein müssen.

Teamviewers Börsengang Ende September, bei dem der britische Finanzinvestor Permira, der das Unternehmen vor mehreren Jahren übernommen hatte, 40 Prozent seiner Anteile auf den Markt gebracht hatte, war zunächst durchwachsen verlaufen. Der Aktienkurs sackte am Ausgabetag zeitweise unter den Angebotspreis von 26,25 Euro. Die nun vorgelegten Zahlen verliehen der Aktie aber wieder Auftrieb, am Vormittag wurden sie bei 26,48 Euro gehandelt.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Benrath, Bastian
Bastian Benrath
Redakteur in der Wirtschaft.
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