FAZ plus ArtikelEZB und EU

Die heikle Macht der Notenbank

Von Christian Siedenbiedel
08.04.2021
, 15:32
Die Stabilität von Europas Finanzmärkten in der Corona-Krise hängt an der EZB – nicht an der EU. Eine Studie des Forschungsinstituts ZEW Mannheim sieht darin Gefahren.

Europas Finanzmärkte haben die Corona-Pandemie erstaunlich gut weggesteckt. Turbulenzen an den Kapitalmärkten blieben aus. Auch die Renditen der Staatsanleihen Nord- und Südeuropas drifteten zumindest nicht so auseinander, wie das in der Finanz- und Eurokrise zu beobachten war. Hinter dieser relativen Stabilität der Finanzmärkte steckt allerdings weniger die Europäische Union (EU) mit ihren gewaltigen Hilfsprogrammen – als vielmehr die offenbar noch wirkungsvoller eingreifende Europäische Zentralbank. Das jedenfalls geht aus einer Studie hervor, die das Forschungsinstitut ZEW Mannheim mit Unterstützung der Brigitte Strube Stiftung erarbeitet hat und die der F.A.Z. exklusiv vorab vorliegt.

Die spannende Frage dabei: Wenn die Stabilität der Finanzmärkte für Staats-schulden so stark an der EZB hängt – erwachsen aus dieser Abhängigkeit womöglich Gefahren? „Fiskalische Dominanz“ nennen Ökonomen eine Situation, in der die Notenbank zu sehr von den Bedürfnissen der Staaten nach niedrigen Zinsen bestimmt wird. Ist Europa auf diesem Weg?

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Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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