FAZ plus ArtikelSteigende Strompreise

Können „Wechsel-Bots“ die Stromrechnung drücken?

Von Christian Siedenbiedel
20.11.2018
, 20:09
Ein Stromzähler zeigt in einem Mietshaus die verbrauchten Kilowattstunden an.
Vor allem in Hessen und Baden-Württemberg drohen ab Januar höhere Strompreise. Neben klassischen Verbraucherportalen wollen auch sogenannte „Wechsel-Bots“ die Stromrechnung drücken. Was ist davon zu halten?
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Auf viele Verbraucher in Deutschland dürften zum Jahreswechsel höhere Strompreise zukommen. An diesem Dienstag endet die Frist für die Ankündigung von Preiserhöhungen zu diesem Zeitpunkt. Das Internetportal Check 24 meldet, 269 Stromanbieter in der Grundversorgung hätten die Preise erhöht oder eine Erhöhung angekündigt. Das betreffe rund 3 Millionen Haushalte. Die Erhöhung beträgt den Angaben zufolge im Durchschnitt 5,2 Prozent. Besonders betroffen seien Hessen und Baden-Württemberg, berichtet das Internetportal Verivox. Ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zahle künftig rund 55 Euro mehr.

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Die Versorger begründen die Preiserhöhung mit höheren Beschaffungskosten. Auch der Preisanstieg der Kohlendioxid-Emissionszertifikate im Zertifikatehandel wirke kostentreibend. Kleinere Entlastungen bei anderen Bestandteilen des Strompreises könnten den Anstieg nicht ausgleichen. Mehr als die Hälfte des Strompreises in Deutschland entfällt dabei den Angaben zufolge nach wie vor auf Steuern und Abgaben (siehe Grafik).

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Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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