FAZ plus ArtikelBörse der Metropole

Hongkong wird zur Zockerbude

Von Hendrik Ankenbrand
09.07.2021
, 11:34
Skyline von Hongkong
Die Repressionen Pekings drücken auf die Börsenkurse, eben noch gefeierte ­Neulinge entpuppen sich als Wertvernichter: Wieso die schlechten Nachrichten für Anleger an Asiens wichtigster Börse kein Ende nehmen.
ANZEIGE

Der Hongkonger Aktienindex Hang Seng hatte es wieder einmal schwer in den vergangenen Tagen. Als Xi Jinping am Donnerstag bei der Feier zum 100. Gründungsjahr der Kommunistischen Partei gewarnt hatte, die „Feinde Chinas“ würden sich ihre „Köpfe an der Großen Mauer aus Stahl zerschmettern“, fielen an der Inselbörse die Kurse. Schließlich hatte Chinas Präsident seine martialischen Worte auch an die Hongkonger Bevölkerung gerichtet, in der Peking trotz Massenverhaftungen von unliebsamen Politikern, Journalisten, Studenten und Professoren immer noch einen Rest an Unbeugsamkeit gegenüber der Machtübernahme durch Peking vermutet.

ANZEIGE

Dass die amerikanischen Internetgiganten Facebook, Google und Twitter in einem am Sonntag bekannt gewordenen Brief ankündigen, sie könnten sich aufgrund der drakonischen neuen Sicherheitsgesetze in Hongkong aus einem der ehemals freiesten Wirtschaftsräume zurückziehen und ihre Dienste in der Finanzmetropole nicht mehr anbieten, half dem Hang-Seng-Index ebenso wenig.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Ankenbrand, Hendrik
Hendrik Ankenbrand
Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE