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Immobilienfonds lieben Deutschland wieder

Von Christian Siedenbiedel
06.06.2019
, 15:32
Immobilienfonds investieren weniger in den Vereinigten Staaten und Großbritannien – dafür mehr in Deutschland. An diesen Immobilien herrscht besonderes Interesse.

Immobilienfonds sind bei Anlegern in Deutschland weiterhin sehr begehrt – aber umgekehrt ist auch Deutschland jetzt bei den Immobilienfonds besonders beliebt. Das geht aus zwei Studien hervor, die von der Fondsratingagentur Scope und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) vorgelegt wurden. Scope kommt in seinem großen jährlichen Bericht zu den offenen Immobilienfonds in Deutschland zu dem Ergebnis, die Investitionen der wichtigsten 20 untersuchten Fonds hätten sich 2018 im Vergleich zu 2017 und 2016 deutlich verschoben: Der Anteil der Investitionen der Fonds in Immobilien in Deutschland habe sich ungefähr verdoppelt. In den beiden Vorjahren seien weniger als 20 Prozent der Investitionen der Fonds nach Deutschland geflossen. Im vergangenen Jahr dagegen seien es fast 40 Prozent oder 3 Milliarden Euro gewesen, berichten Sonja Knorr und André Fischer von Scope. Das sei ein Rekord. Im Blick der Investoren stehe dabei unter anderem Frankfurt, aber auch beispielsweise München oder die aufstrebende Hauptstadt Berlin.

Im Gegenzug sei der Anteil der angelsächsischen Länder deutlich zurückgegangen. So hätten sich die Investitionen der Immobilienfonds in Großbritannien seit dem Vorjahr von 21 auf 10 Prozent mehr als halbiert. Die Investitionen der Fonds in den Vereinigten Staaten seien von 33 Prozent (2016) über 17 Prozent (2017) auf 13 Prozent (2018) eingebrochen.

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Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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