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Wework-Debakel macht es für Tech-IPOs nicht einfacher

Von Daniel Mohr
Aktualisiert am 26.10.2019
 - 08:24
Wework-Büro in Chicago
Die enorme Bewertungsimplosion des Börsenkandidaten Wework sorgt für kritische Blicke auf andere Unternehmen. Gleichwohl ist diese Korrektur aber auch ein Zeichen für das Funktionieren des Kapitalmarkts.

Die Bewertungsimplosion des New Yorker Büroraumvermieters Wework schlägt in Finanzkreisen hohe Wellen. Der Rückgang von 47 Milliarden Dollar, die dem Börsenkandidaten im Januar in einer Finanzierungsrunde noch zugebilligt wurden, auf noch 8 Milliarden Dollar in der aktuellen Stützungsaktion des Unternehmens durch Großaktionär Softbank, sucht seinesgleichen.

„Für andere Börsenkandidaten macht es das schwerer, weil ihre Bewertungen jetzt noch kritischer hinterfragt werden“, sagt Markus Jost, Tech-Aktienanalyst von Independent Research. Schlecht findet er das nicht. „Die Denkweise von Gründern und Vorständen von Start-ups ist oft der Realität entkoppelt, da ist es gut, wenn der Kapitalmarkt das auf einen vernünftigen Boden zurückholt.“ Jost hat diese Friktionen schon öfter beobachtet. „Es gibt zwei Welten: den vorbörslichen Venture-Capital-Markt und die Börse. Will ein Unternehmen wechseln, müssen die oft euphorischen Bewertungen der Venture-Capital-Investoren korrigiert werden.“

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Quelle: F.A.Z.
Daniel Mohr  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Mohr
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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