FAZ plus ArtikelBörse in Amsterdam

Das unterschätzte Parkett

Von Klaus Max Smolka
Aktualisiert am 19.10.2020
 - 20:58
Schön anzusehen: die Börse in Amsterdam
Am niederländischen Börsenplatz ist in diesem Jahr viel los. Völlig zu Unrecht wird er oftmals wenig beachtet als seine europäischen Brüder. Warum sich ein Blick lohnt.

Ein früherer staatlicher Monopolist, der im Visier von Finanzinvestoren sein soll. Ein Kaffeeanbieter, der mit einem milliardenschweren Börsengang mitten in der ersten Welle der Corona-Krise die IPO-Flaute bricht. Ein Mischkonzern, der weltbekannte Haushaltsprodukte wie Bügeleisen und Staubsauger anbietet, aber sich von dieser Sparte trennt. Und ein Technikkonzern, der zum viertschwersten Unternehmen der Eurozone aufgestiegen ist: Die Unternehmen an der Börse Amsterdam liefern in diesem Jahr jede Menge Nachrichten – während der Börsenplatz international erstaunlich wenig beachtet wird.

KPN, JDE Peet’s, Philips und ASML: Das sind die Namen der Unternehmen, welche den Nachrichtenstrom anschwellen lassen. Der aktuellste Aufreger kommt von KPN, nachdem der Finanzinformationsdienst Bloomberg berichtete, das Private-Equity-Haus EQT erwäge, für die größte niederländische Telekomgesellschaft zu bieten – was mit rund 10 Milliarden Euro Volumen die größte Transaktion des skandinavischen Private-Equity-Hauses wäre. Die Überlegungen seien in einem frühen Stadium. Am Markt ist über die Angelegenheit wenig zu hören, über mandatierte Banken und andere Berater etwa ist noch nichts durchgesickert. Der Markt hält einen solchen Schritt offenbar nicht für ausgeschlossen, denn der KPN-Aktienkurs sprang nicht nur wie in solchen Fällen üblich sofort in die Höhe. Er hat seitdem auch vergleichsweise wenig nachgegeben und steht deutlich über dem Niveau von vor dem Bericht aus der vorvergangenen Woche.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Smolka, Klaus Max
Klaus Max Smolka
Redakteur in der Wirtschaft.
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