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Die große Zins-Ernüchterung

Von Markus Frühauf und Kerstin Papon
09.01.2020
, 14:03
In den vergangenen Monaten ist das Volumen der Anleihen mit negativer Rendite deutlich gesunken. Doch eine echte Zinswende halten Profianleger für ausgeschlossen.

Eine Zinswende ist es noch nicht, aber die Entwicklung ist bemerkenswert: Derzeit beträgt das Volumen an Anleihen mit negativer Rendite 11,9 Billionen Dollar. Das ist im langfristigen Vergleich noch immer ungewöhnlich viel, aber die Zahl lag Ende August 2019 mit 17 Billionen Dollar viel höher. Den überwiegenden Teil dieser Anleihen haben Staaten, vornehmlich aus dem Euroraum, begeben.

Die Unternehmensanleihen mit negativer Rendite erreichen ein Volumen von 543 Milliarden Dollar, auch hier ist der Rückgang spürbar: Mitte August waren es noch 1,2 Billionen Dollar. Auch hier dominiert der Euroraum, weil die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin an den Märkten eingreift. Entweder ersetzt sie fällig werdende Titel, oder sie kauft neue Papiere, was seit November wieder der Fall ist. Monat für Monat schießt die EZB insgesamt zwischen 30 und 40 Milliarden Euro in den Markt, allein 20 Milliarden Euro für neue Anleihekäufe.

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Quelle: F.A.Z.
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