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Geldanlage in Aktien

Zwei Technologie-Aktien fürs Depot

Von Achim Matzke
 - 10:29
Der neue SAP-Co-Chef Christian Klein (rechts), der ehemalige Chef Bill McDermott (l.) und die neue Co-Chefin Jennifer Morgan im Mai 2018 in Mannheim.

Der europäische Technologie-Sektor führt aus technischer Sicht im Regelfall die Aufwärtsbewegungen und technischen Haussen an den europäischen Aktienmärkten an. Auch diesmal weist der Sektor wieder eine moderate relative Stärke sowohl im Vergleich zu den anderen Sektoren als auch gegenüber den Standardwerteindizes auf.

Bei der Einteilung in technische Gruppen finden sich in Gruppe 1, den technischen Zukäufen, zurzeit zum Beispiel SAP, ASML und Dassault Systemes. In Gruppe 2, den spekulativen technischen Zukäufen, findet sich etwa United Internet. In der dritten Gruppe, die der technischen Haltepositionen, sind aktuell Amadeus IT, Ericsson, Nokia und Infineon anzutreffen. Die Gruppe 4 mit technischen Tauschkandidaten umfasst wiederum die britischen Werte Micron Focus International und Sage Group.

Stoxx Technology-Index

Der Stoxx Technology umfasst zurzeit 28 europäische Technologie-Aktien aus dem Stoxx 600. Dieser Sektorindex, ein Kursindex, startete Ende Oktober 1991 genau wie der Stoxx 600 bei 100 Punkten. Aus langfristiger technischer Sicht weist dieser Index seit dem Start des laufenden technischen Hausse-Zyklus im März 2009 eine deutliche relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarktindex, aber auch gegenüber den Standardwerte-Indizes wie dem Stoxx 50 und dem Euro Stoxx 50 auf.

Seit den Kurstiefs bei 125,4 Punkten befindet sich der Sektor in einer Hausse-Bewegung. Hierbei hat sich seit Mitte 2013 und dem Kursniveau um 235 ein zentraler Hausse-Trend herausgebildet, dessen Trendlinie bei ungefähr 400 angekommen ist. Ausgehend von dem Zwischenhoch um 507 im Juni 2018 (Widerstandszone) hat sich – weiter innerhalb des zentralen Hausse-Trends – eine technische Korrektur mit einem trendbestätigenden Charakter (nach oben) herausgebildet.

In den vergangenen Monaten ist der Sektor wieder bis an die Widerstandszone gestiegen, wobei sich in den letzten Wochen eine Trading-Range ergeben hat. Da jetzt eine kurz- und mittelfristig neutrale technische Lage entstanden ist, überrascht es nicht, dass der Sektorindex abermals an einem neuen Investment-Kaufsignal (Sprung über die Widerstandszone) arbeitet. In dem Sektor deutet sich damit die Fortsetzung der relativen Stärke im europäischen Sektorvergleich an. Der nächste mittelfristige Aufwärtsschub sollte bei diesem Index als technisches Etappenziel die Kursetablierung oberhalb von 550 Punkten liefern.

SAP-Aktie ist kaufenswert

Der Software-Konzern SAP ist nach der Marktkapitalisierung im Streubesitz mittlerweile nicht nur die größte Aktie in Deutschland, sondern auch im Euroraum und im Euro Stoxx 50, wobei zuletzt der französische Öl- und Gaskonzern Total überholt wurde. SAP befindet sich seit Oktober 2008 und Kursen um 20,70 Euro in einer technischen Hausse, mit deren Hilfe die vorherige jahrelange Seitwärtspendelbewegung, die seit dem Jahr 2000 bestand, nach oben verlassen wurde. Seit dem Jahreswechsel 2008/2009 hat sich bei SAP ein zentraler Hausse-Trend herausgebildet, dessen Trendlinie aktuell bei ungefähr 90 Euro angekommen ist. Innerhalb dieses Trends besteht unverändert das Wechselspiel aus (Investment-)Kaufsignalen, mittelfristigen Aufwärtstrends und technischen Konsolidierungen/Korrekturen.

SAP

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Insgesamt liefert auch diese Technologie-Aktie eine etwas höhere Schwankungsintensität als andere Standardwerte. SAP ist zuletzt sowohl mit guten Geschäftszahlen als auch mit einem Wechsel an der Konzernspitze aufgefallen. Die Aktie hat ihr bisheriges Allzeithoch von 125 Euro im Juli (Widerstandszone) erreicht und bewegte sich in den vergangenen Monaten in einer normalen Korrektur. Nach den neuen Unternehmensinformation ist der Aktienkurs nun mit einem neuen Kaufsignal angesprungen, so dass zunächst ein Test der Widerstandszone am Allzeithoch anstehen sollte. Aufgrund der guten technischen Gesamtlage sollte das technische Kurspotential aber deutlich höher liegen. Deshalb empfiehlt sich SAP zum Kauf.

ASML-Aktie mit neuem Kursziel

Die Aktie der niederländischen ASML Holding NV ist mittlerweile nach Marktkapitalisierung im Streubesitz die zweitgrößte Aktie im Stoxx Technologie und zusätzlich im Euro Stoxx 50 vertreten. ASML, deren Geschäftsaktivitäten die Entwicklung, Produktion sowie globale Vermarktung und Verkauf von Halbleiterfertigungsausrüstung ist, gehört unverändert zu den technischen Marathonläufern in Europa. Das sind Aktien, die sich in sehr langfristigen Aufwärtsbewegungen befinden. ASML, die seit März 1995 an den europäischen Aktienmärkten gelistet ist, befindet sich seitdem in einer Hausse-Bewegung. Seit Oktober 2008 (Start bei 9,90 Euro) liegt ein zentraler Hausse-Trend (Trendlinie zurzeit bei ungefähr 160 Euro) vor. Innerhalb dieses übergeordneten Trends hat ASML zum Jahresanfang die trendbestätigende Korrektur vom zweiten Halbjahr 2018 (Kursrückgang vom Allzeithoch um 189,50 Euro auf 130,10 Euro) mit einem Kaufsignal nach oben verlassen und einen neuen mittelfristigen Aufwärtstrend etabliert. Mit dem Sprung über die Zone um 189,50 Euro sorgte dieses neue Investment-Kaufsignal für die Wiederaufnahme der technischen Neubewertung und eine ausgeprägte, relative Stärke im Euro Stoxx 50. Da die technische Gesamtlage bei ASML, die aktuell bei ungefähr 240 Euro notieren, als nächstes, technisches Hausse-Ziel den Bereich von 260 Euro bis 265 Euro andeutet, bleibt dieser klassische, technische Wachstumswert weiter ein Kauf.

Der Autor leitet den Bereich Technische Analyse & Index Research der Commerzbank.

Quelle: F.A.Z.
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