Fonds

ETFs sind weiter auf dem Vormarsch

23.04.2003
, 10:56
Börsengehandelte Fonds setzen in Europa ihre Erfolgsgeschichte fort. Allein im vergangenen Quartal nahm das mit solchen Instrumenten verwaltete Vermögen um knapp elf Prozent zu.

Börsengehandelte Fonds befinden sich weiter auf dem Erfolgspfad. Nach einer Untersuchung von Morgan Stanley hat seit Ende des Jahres 2002 die Anzahl der gehandelten Fonds in Aktienform um 34 Prozent auf 192 Millionen Stück zugenommen, während sich der Wert der gehandelten Anteile um 40 Prozent auf umgerechnet 8,8 Milliarden Dollar erhöhte.

Das mit diesen Instrumenten verwaltete Vermögen blieb in den USA im ersten Quartal nahezu unverändert bei 102,28 Milliarden Dollar, während es in Europa um knapp elf Prozent auf umgerechnet 10,69 Milliarden zunahm.

Insgesamt gibt es mittlerweile weltweit 281 börsengehandelte Fonds, die an 27 verschiedenen Börsen gehandelt werden. Bei insgesamt 367 „Listings“ werden offensichtlich verschieden Fonds gleichzeitig an mehreren Börsen gehandelt.

ETFs sind kostengünstige Diversifikatoren

Der Vorteil von börsengehandelten Fonds - oder Exchange Traded Funds (ETF) - liegt in den vergleichsweise geringen Kosten, die bei der Verwaltung der Mittel anfallen und in der engen Orientierung an den jeweiligen Indizes. Denn das führt zu einer hohen Transparenz, da die Vergleichbarkeit mit dem Index gegeben ist und da permanent Preise gestellt werden. Der Anleger weiß aus diesem Grund immer, wo er gerade steht und welchen Gewinn oder Verlust er seit dem Kauf von Anteilen erzielt hat.

Gleichzeitig profitiert er von der hohen Liquidität. Er kann jederzeit zu relativ geringen Kosten - beispielsweise ohne Ausgabeaufschlag - in den Markt ein- oder aussteigen. Und er kann mit einem leicht handelbaren Produkt gleich ein breit diversifiziertes Portfolio erwerben - und durch die Auswahl zusätzlicher Einzelwerte, von denen er sich besonders viel verspricht, in seinem Depot gezielt ergänzen. Verschiedene Terminmärkte bieten auf bestimmte ETFs sogar schon derivative Produkte wie Futures oder Optionen an. Auf diese Art und Weise können sich Anleger gegen Kursverluste absichern oder auf zusätzliche Kursgewinne spekulieren, ohne das eigentliche Depot anzufassen.

Quelle Grafik: Morgan Stanley/Bloomberg

Quelle: @cri
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