Fonds-Performance

Halbjahresbilanz fällt für Fondssparer versöhnlich aus

15.07.2004
, 11:56
Alle wesentlichen Anlagestrategien haben im Fondsbereich im Juni einen Wertzuwachs verzeichnet. Gemäß dem F.A.Z.-Feri-Fondsindex entwickelten sich dabei vor allem Aktienfonds ganz gut.
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Nachdem der vergangene Monat insbesondere den Anlegern in Aktienfonds nennenswerte Gewinne verschafft haben dürfte, fällt der Rückblick auf das erste Halbjahr für die meisten Fondssparer doch noch versöhnlich aus. Gemessen am F.A.Z.-Feri-Fondsindex, verzeichnen alle Anlagestrategien Wertzuwächse.

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Während die Gewinne für risikoscheue Anleger angesichts der stagnierenden Rentenmärkte wegen der Spekulationen auf eine Zinswende eher gering ausfielen, waren die Erträge der Strategien mit hohem Risiko - diese basieren vor allem auf Aktienfonds - durchaus nennenswert. Sollten Anleger, die ihrem Vermögensbetreuer eine klare Zeit- und Risikovorgabe gemacht haben, größere Abweichungen von der Indexentwicklung verzeichnen, empfiehlt sich vor diesem Hintergrund eine Aussprache.

Aktienfonds machen verlorenen Boden gut

Erfreulich ist auch die Tatsache, daß der Fondsindex in diesem Frühjahr zum ersten Mal seit Juni 2002 wieder über alle gemessenen Kategorien hinweg einen Stand über 100 Punkte anzeigte. Das heißt, auch die auf Aktienfonds basierenden riskanten Strategien haben sich von den Tiefschlägen der Baisse so weit erholt, daß sie zumindest wieder zum Ausgangspunkt der Berechnung - dem Stand im Dezember 1997 - zurückgekehrt sind.

Eine Rendite von Null über einen Anlagezeitraum von sechs Jahren klingt zwar nicht sonderlich berauschend. Ein Blick auf die Entwicklung der besonders aktienfondslastigen Teilindizes macht jedoch deutlich, daß es kürzlich noch wesentlich schlimmer aussah. So lagen etwa die Indizes, die den Erfolg einer mittelfristig beziehungsweise langfristig orientierten Anlagestrategie bei einer jeweils hohen Risikoneigung messen, für die vor sechseinhalb Jahren eingestiegenen Fondssparer im Frühjahr 2003 zeitweise 20 Prozent im Minus - und das nach fünf Jahren Haltedauer.

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Fondsindex berücksichtigt Anlagezeitraum und Risikobereitschaft

Der FF-Fondsindex orientiert sich an der Struktur der F.A.Z.-Fondsberichterstattung, der zwei wesentliche Kriterien bei der Anlagestrategie zugrunde liegen - Anlagezeitraum und Risikobereitschaft. Weil diese Gesichtspunkte wiederum in jeweils drei Kategorien unterteilt sind (kurzfristiger, mittelfristiger und langfristiger Anlagehorizont; geringe, mittlere und hohe Risikoneigung), ergeben sich insgesamt neun unterschiedliche Anlegerprofile.

Je kurzfristiger und je risikoärmer eine Strategie angelegt ist, um so mehr werden ihr offene Immobilienfonds oder Rentenfonds zugeordnet. Je langfristiger und je risikoreicher die Strategie ausfällt, um so mehr Misch- oder Aktienfonds werden herangezogen.

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2004, Nr. 162 / Seite 19
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