Fonds-Performance

Offene Immobilienfonds bleiben erste Wahl

16.12.2004
, 12:25
Bei einem Anlagehorizont von bis zu fünf Jahren und einer geringen Risikoneigung führen Immobilienfonds die Rangliste an. Wie der Fondsbericht zeigt, kommen acht der zehn besten Produkte hier aus diesem Segment.

Allen Unruhen um offene Immobilienfonds zum Trotz ist diese Anlageklasse immer noch erste Wahl für Investoren mit geringer Risikoneigung und kurzfristigem Anlagehorizont. Dies zeigt die aktuelle F.A.Z.-Rangliste für Anleger mit einem Zeithorizont von bis zu fünf Jahren. Lediglich zwei Rentenfonds, die in kurzlaufende Euro-Anleihen investieren, konnten in die ansonsten geschlossene Phalanx der offenen Immobilienfonds einbrechen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Immobilien-Datenbank (DID) zeigt, daß die deutschen Immobilienfonds, die beim Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) gemeldet sind und in den vergangenen zehn Jahren öffentlich zu erwerben waren, über diesen Zeitraum eine durchschnittliche Wertentwicklung von nominal 4,65 Prozent und real 3,09 Prozent erzielt haben. Die Spannbreite der Ergebnisse reichte dabei laut DID von einer durchschnittlichen realen Wertentwicklung von 4,24 Prozent, die der SEB Immoinvest, Nummer zwei in unserer Rangliste, erwirtschaftete, bis zu real 1,84 Prozent, die der iii-Fonds Nummer eins erbrachte, der nicht in unserer Rangliste vertreten ist.

An Platz zwei in dieser Statistik des DID liegt der CS Euroreal mit einem realen Plus von 3,83 Prozent über zehn Jahre - in unserer Rangliste liegt der Fonds derzeit auf Rang vier. Die zweit- und drittplazierten Fonds sind zu jung, so daß sie in der DID-Statistik nicht berücksichtigt wurden. Mit real 3,65 Prozent auf zehn Jahre liegt der Hausinvest europa beim DID auf Rang drei - in unserer Rangliste auf Platz sechs hinter dem Spängler Cash Trust, einem der beiden Rentenfonds in der Rangliste.

SEB Immoinvest ist bei der Sharpe-Ratio spitze

Das DID hat - analog zum Vorgehen bei der Aufstellung dieser Rangliste - auch die Sharpe-Ratio der offenen Immobilienfonds von 1993 bis 2003 berechnet. Die Sharpe-Ratio setzt die Wertentwicklung des Fonds, die über die sichere Geldmarktrendite hinausgeht, in Beziehung zur Volatilität, also zur Anteilspreisschwankung. Dabei gilt: Je höher die Wertentwicklung und je niedriger die Volatilität, um so höher ist die Sharpe-Ratio. Fonds mit einer hohen Sharpe-Ratio weisen somit ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis aus.

Mit einer Sharpe-Ratio von 2,6 über den untersuchten Zehn-Jahres-Zeitraum liegt der SEB Immoinvest an der Spitze, gefolgt vom Hausinvest europa (1,8) und dem Westinvest 1 (1,7), allesamt Fonds, die auf unserer Rangliste vertreten sind. Die beiden Schlußlichter in dieser Auswertung der DID, die iii-Fonds Nummer eins und zwei, sind in der aktuellen Rangliste nicht vertreten.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2004, Nr. 294 / Seite 22
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