Fondsmarkt

Dominanz von Japan- und Schwellenländer-Fonds steigt

02.09.2004
, 12:04
Risikofreudigen Fondssparern mit Engagements in westeuropäischen und nordamerikanischen Aktienfonds hat dieses Jahr wenig Freude bereitet. Mittlerweile leiden deren Kurse. Davon profitieren Japan- und Schwellenländerfonds.
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Risikofreudigen Fondssparern mit Engagements in westeuropäischen und nordamerikanischen Aktienfonds hat dieses Jahr bislang wenig Freude bereitet. Mittlerweile drückt die andauernde Seitwärtsbewegung der Kurse in diesen Regionen mit einer zunehmenden Tendenz nach unten so nachhaltig auf die Wertentwicklung, daß auch die im vergangenen Jahr erwirtschafteten Gewinne auf Drei-Jahres-Sicht die jüngsten Abschläge kaum noch aufwiegen können. Selbst Nebenwertespezialisten können sich bis auf wenige Ausnahmen diesem Trend nicht entziehen. In der Folge dominieren mittlerweile die auf Japan beziehungsweise auf Schwellenmärkte spezialisierten Aktienfonds unsere Rangliste mit Fonds, die insbesondere für langfristig orientierte Anleger mit einem Zeithorizont von über zehn Jahren bei einer gleichzeitig hohen Risikoneigung geeignet sind.

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Allerdings fällt das Bild noch etwas differenzierter aus, wenn der Blick auf die kurzfristige Wertentwicklung in den vergangenen sechs Monaten fällt. Für diesen Zeitraum weisen derzeit nur noch die beiden Nischenanbieter für den japanischen Aktienmarkt - der Vitruvius Japanese Equity Portfolio und der Sirius Japan Opportunities - einen zweistelligen Wertzuwachs aus. Deren Risiko ist dabei, gemessen an der Schwankungsbreite des Anteilspreises (Volatilität), sogar noch geringer als der Durchschnitt der besten Schwellenländerfonds.

Kurzfristig betrachtet, schneidet derzeit der Magellan Sicav aus der französischen Investmentboutique Comgest unter den Schwellenländerfonds am besten ab. Das verantwortliche Management legt seinen Schwerpunkt vor allem auf die Einzeltitelauswahl. So kommt es dann, daß in Europa kaum bekannte Werte wie das koreanische Unternehmen S1 und der malaysische Titel Tanjong im vergangenen Monat in besonderem Maße zu einem Wertzuwachs gegen den allgemeinen Markttrend von 2,9 Prozent beitrugen. Nach dem jüngsten Monatsbericht bilden fernöstliche Werte mit einem Anteil von rund 40 Prozent den Schwerpunkt im Portfolio. Das Fondsmanagement bevorzugt dabei insbesondere Einzelhandels- und Konsumgütertitel.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2004, Nr. 204 / Seite 22
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