Fondsmittel

Flucht aus Aktienfonds setzt sich fort

16.08.2004
, 22:57
Die Tendenz, Mittel aus Aktienfonds abzuziehen, hat sich im Juli fortgesetzt. Das zeigt die aktuelle Statistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management, der Interessenvertretung der Fondsbranche.
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Der Mittelabfluß aus Aktienfonds hat sich auch im Juli fortgesetzt. Das geht aus der aktuellen Statistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI), der Interessenvertretung der Fondsbranche, hervor. Insgesamt zogen Anleger dem BVI zufolge im Juli 347 Millionen Euro aus Aktienfonds ab - im Juni wurden sogar 780 Millionen Euro Nettomittelabflüsse aus Aktienfonds verzeichnet. Damit haben Anleger im laufenden Jahr insgesamt 1,8 Milliarden Euro aus Aktienfonds abgezogen.

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Publikumsfonds sind dem BVI zufolge im Juli neue Nettomittel in Höhe von 1054 Millionen Euro zugeflossen; Spezialfonds hingegen haben einen Mittelabfluß von 386 Millionen Euro verbucht. Damit sind der deutschen Fondsbranche nach Angaben des BVI im Juli insgesamt 668 Millionen Euro an neuen Mitteln zugeflossen. Seit Jahresanfang haben Publikumsfonds insgesamt 10,8 Milliarden Euro an neuen Mitteln vereinnahmt, Spezialfonds haben 6,2 Milliarden Euro an neuen Anlagemitteln verbucht.

Offene Immobilienfonds weiter das beliebteste Fondsinvestment

Im Juli waren laut BVI offene Immobilienfonds nach wie vor die beliebtesten Fondsinvestments - knapp 700 Millionen Euro sind den 30 offenen Immobilienfonds zugeflossen, denen insgesamt knapp 2.500 sonstige Publikumsfonds gegenüberstehen. Geldmarktfonds sammelten 578,7 Millionen Euro an neuen Mitteln ein. Spärliche Zuflüsse hingegen verbuchten die von der Branche als Hoffnungsträger gefeierten Hedge Fonds, denen im Juli lediglich 17 Millionen Euro an neuen Mitteln zuflossen und die damit im laufenden Jahr bisher insgesamt knapp 600 Millionen Euro an Nettomittelzuflüssen verbucht haben.

Gemessen am Mittelaufkommen, ist die DWS, die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, mit einem Marktanteil von 24,8 Prozent Marktführer, gefolgt von der zum Sparkassenverband gehörenden Deka-Gruppe (18,7 Prozent) und der zum genossenschaftlichen Sektor gehörenden Union-Gruppe (17,3 Prozent).

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.08.2004, Nr. 190 / Seite 21
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