Marktstimmung

Makromanager positiv für amerikanische Aktien

06.01.2005
, 08:22
Hedge-Fondsmanager blicken weiterhin relativ positiv auf Aktien. Die „Dollarskepsis hat in eine positive Bewertung umgeschlagen. Der „Rentenpessimismus“ hat leicht abgenommen, so eine Umfrage von Van Hedge Fund Advisors.
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Stimmungsindikatoren sind mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Vor allem dann, wenn sie die Meinung einer ziemlich „wetterwendischen“ Anlegergattung wiedergibt. Denn die Erfahrung mit den Ergebnissen einer regelmäßig stattfindenden Umfrage von Van Hedge Fund Advisors unter Hedge-Fonds-Managern zeigt, daß diese Anleger eine recht gute Nase für die Entwicklungen an den Finanzmärkten haben. Allerdings sollte man sich als Leser auf die sich zum Teil rasch und deutlich ändernden Einschätzungen einstellen.

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Das gilt zumindest für den Blick auf den Dollar und die Börsen. Das zeigt sich beispielsweise daran, daß der Dollarpessimismus im November und Dezember noch sehr ausgeprägt war. In der Zwischenzeit hat sich das Bild allerdings deutlich gewandelt. Denn gingen im Dezember noch 60 Prozent der befragten Marktteilnehmer von einem fallenden Dollar aus, so betrachtet nun dieselbe Mehrheit den Greenback positiv. Der Anteil der „Dollarpessimisten“ hat sich halbiert.

Leicht reduzierter „Rentenmarktpessimismus“

Gleichzeitig hat sich der „Rentenmarktpessimismus“ der Makro-Manager etwas reduziert. Nachdem im Dezember noch satte 80 Prozent der Befragten mit fallenden Kursen und steigenden Renditen rechneten, waren es im Januar noch 61 Prozent. 30 Prozent der Befragten sind sogar wieder optimistisch geworden.

Mit Blick auf die Börsen hat sich der relative Optimismus sogar noch etwas akzentuiert. Denn nach 55 Prozent im Dezember rechneten im Januar 57 Prozent der Fondsmanager mit steigenden Kursen. Gleichzeitig hat aber auch die Anzahl der Pessimisten leicht zugenommen. Mit 26 Prozent nach 20 Prozent im Dezember ist hier der Zuwachs sogar noch deutlich ausgeprägter als bei den Optimisten.

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Polarisierte Meinungen

Insgesamt fällt bei der Januar-Umfrage eine gewisse Polarisierung auf. Denn sowohl bei Aktien, Anleihen als auch beim Dollar ist die Anzahl der unentschlossenen Hedge-Fondsmanager deutlich zurückgegangen, während die Optimisten und die Pessimisten zugenommen haben. Das dürfte zumindest im Ansatz das sich bisher an den Finanzmärkten bietende Bild wiedergeben. Denn bisher scheinen die Märkte auf Richtungssuche zu sein, eindeutige Trends sind nicht auszumachen.

Auf dieser Basis dürfte es ratsam sein, als Anleger sein Pulver vorerst noch etwas trocken zu halten. Denn die kommenden Tage und Wochen dürften darüber entscheiden, welche Gruppe sich in welchen Teilmärkten durchsetzen und die Trends setzen wird. Auf diese kann man dann möglicherweise setzen.

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Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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