Zertifikate

Der „Gold Tresor“ setzt auf steigenden Goldpreis

28.10.2003
, 21:28
Der Optimismus der Börsianer ist groß. Trotzdem zeigt der Goldpreis im Trend nach oben. Mit einem neuen Strategiezertifikat, dem „Gold Tresor“, der Dresdner Bank läßt sich davon überproportional profitieren.

Der Optimismus der Börsianer hält an. Steigende Kurse deuten darauf hin, daß sie weiterhin fest an einen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung glauben. Die Rentenmärkte scheinen ein ähnliches Szenario zu spielen, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Dort fallen die Kurse und die Renditen steigen. Sei es auf Grund von Portfolioumschichtungen oder in Erwartung irgendwann steigender Leitzinsen.

Mit 382,85 Dollar je Feinunze hält sich auch das Gold nahe an einem Sieben-Jahreshoch. Der im Frühjahr des Jahre 2001 etablierte Aufwärtstrend ist intakt. Die Volatilität ist naturgemäß hoch. Fragt sich nur, wie man die Preisentwicklung interpretieren soll.

Gold dürfte gefragt bleiben

Eine Variante stützt den Optimismus der Börsianer. Sie geht von einem konjunkturellen Aufschwung aus, der die Nachfrage auf Grund eines steigenden Bedarfes in der industriellen Produktion und steigender Einkommen auch im Konsumbereich steigern würde. Das könnte den Goldpreis auf Grund der Knappheit weiter anziehen lassen.

Die andere Variante ist die der Bären. Sie betrachten die Wirtschaftsentwicklung als Strohfeuer, nach der eine große Wirtschaftskrise folgen könnte. Sie wäre unter Umständen verbunden mit einer inflationären Entwicklung. Gegen die könne man sich als Anleger nur schützen, wenn man auf physische Güter setze. Zum Beispiel auf Gold. Auch das würde die Nachfrage nach dem Edelmetall deutlich anziehen lassen und damit den Preis.

Sicherlich sind beide Szenarien etwas „extrem“. Trotzdem dürfte es für Anleger allein auf Grund der Diversifikation interessant sein, sich an die Preisentwicklung des Metalls wenigstens teilweise zu binden. Da der Kauf der physischen Ware umständlich, steuerlich uninteressant und teuer ist - man denke nur an die Lagerung - setzen Anleger gerne auf Goldminenaktien oder Goldfonds. Oder auch auf Zertifikate.

Denn das Edelmetall ist im „Zertifikateuniversum“ mittlerweile nicht nur gut vertreten, sondern in der Regel auch günstiger als andere Varianten. Von „normalen“, über „endlose“ bis hin zu Hebelprodukten lassen sich bei Emittenten von der Commerzbank, über die Deutsche Bank und UBS bis hin zu ABN Amro beinahe alle erdenklichen Möglichkeiten finden, mit denen man auf oder gegen das Gold spekulieren kann.

Strategiezertifikat mit überproportionaler Beteiligung an Kursgewinnen

Von der Dresdner Bank gibt es neuerdings sogar ein Strategiezertifikat. Den „Gold Tresor“ unter der Isin DE0009596874. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum dritten November, der Ausgabeaufschlag liegt bei zwei Prozent. Das Produkt ist mit einer 95-prozentigen Kapitalgarantie ausgestattet und profitiert überdurchschnittlich von einem steigenden Goldpreis. Extreme Preissprünge werden durch eine Durchschnittsrechnung ausgeschaltet: Während der sechsjährigen Laufzeit wird jedesmal am Monatsende das Londoner Nachmittagsfixing des Goldpreises abgelesen, aus den einzelnen Werten wird dann das arithmetische Mittel errechnet.

Liegt dieser in Euro umgerechnete Wert über dem Goldpreis - ebenfalls in Euro umgerechnet - bei der Emission, so erhält der Anleger 115 Prozent des Wertzuwachses. Liegt der darunter, dann erhält der Anleger 95 Prozent des eingesetzten Kapitals zurück. Eine „Rückrechnung“ anhand historischer Daten zeigt, daß diese Konstruktion besser als herkömmliche Zertifikate abschneidet. Mit einer Ausnahme, wenn der Goldpreis am Ende der Laufzeit massiv nach oben ausbrechen sollte.

Grundsätzlich eignet sich das Zertifikat damit gut für Anleger, die längerfristig auf Gold setzen und gleichzeitig das Risiko - bezogen auf den Goldpreis - nach unten begrenzen wollen. Natürlich gibt es daneben für euopäische Anleger noch das Währungsrisiko. Denn sie rechnen in Euro, das Gold notiert jedoch in Dollar. Längerfristig ist die Währungsabsicherung uninteressant, da es nach einer Analyse des Zertifikatejournals keine eindeutige Korrelation zwischen der Goldpreis - und der Euro-Dollar-Entwicklung gibt.

Quelle: @cri
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