Hedge Fonds

Eine Klasse für sich

31.01.2001
, 16:06
Im Gegensatz zu anderen Fonds messen sich Hedge Fonds Manager nicht mit Indizes oder anderen Benchmarks. Sie interessieren sich nur für eine hohe absolute Rendite ihres Portfolios.
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Die Art und Weise, wie Hedge Fonds-Manager ihre Ziele erreichen, unterscheidet sich ziemlich stark davon, was „traditionelle Portfolio-Manager“ machen. Die nutzen entweder aktive oder passive Techniken - oder eine Kombination zwischen den beiden, um die Portfolios ihrer Kunden zu verwalten.

Passiv heißt, der Manager bildet im Depot des Kunden exakt die Struktur eines Index - zum Beispiel des Euro Stoxx 50 - nach, indem er die darin enthaltenen Aktien kauft und danach hält. Sein einziges Ziel ist es, dieselbe Bewegung zu erzielen, wie sie der Index vollführt. Der aktive Manager versucht dagegen nicht, den Index nachzubilden, sondern ihn zu schlagen. Er versucht also eine Bewertung der Aktien vorzunehmen und diejenigen herauszupicken, die größere Zuwächse versprechen als der breite Index. Beide Methoden sind recht attraktiv, solange die Börsen steigen. Schwierig wird es erst in einer Baisse. Denn dann verlieren beide Strategien an Wert, wenn auch zusammen mit dem Gesamtmarkt.

Hedge Fonds interessieren sich für spezielle Bewertungsphänome

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Im Gegensatz dazu messen sich Hedge Fonds-Manager nicht mit Indizes oder anderen Benchmarks. Sie wollen einfach nur eine möglichst hohe Rendite erzielen. Ihre Strategie ist darauf ausgerichtet, günstige Gelegenheiten flexibel auszunutzen. Das heißt, sie orientieren sich nicht daran, in welche Richtung sich der Markt bewegt. Im Gegenteil, die Manager interessieren sich vor allem für unnatürliche Bewertungsphänomene und bauen darauf, dass die sich normalisieren werden. Sie verdienen gewissermaßen an der „Normalisierungsbewegung“. Die Wertentwicklung der Hedge Fonds ist so relativ unabhängig von den Finanzmärkten. Sie sind damit eine Anlageklasse für sich.

Von der Rendite her gesehen sind sie ähnlich attraktiv wie Aktienanlagen, allerdings bei erheblich geringerem Risiko. Betrachtet man das Ganze aus der Risikoperspektive, so ist die Volatilität von Hedge Fonds zwar höher als bei Anleihen. Allerdings verbunden mit einem signifikant höheren Ertrag. Werden Hedge Fonds unterschiedlicher Anlagestrategien ideal kombiniert, so können sie sowohl von steigenden als auch von fallenden Finanzmärkten profitieren, ohne dabei selbst abrupte Wertänderungen hinnehmen zu müssen.

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Quelle: @cri
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