Hohe Ölpreise belasten die Aktienkurse

02.03.2005
, 22:26
Ein kräftiger Anstieg der Ölpreise hat am Mittwoch die Furcht der Anleger an der Wall Street vor negativen wirtschaftlichen Folgen teurer Energie wieder aufleben lassen und die Kurse nach zwischenzeitlichen Gewinnen ins Minus gedrückt.
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Ein kräftiger Anstieg der Ölpreise hat am Mittwoch die Furcht der Anleger an der Wall Street vor negativen wirtschaftlichen Folgen teurer Energie wieder aufleben lassen und die Kurse nach zwischenzeitlichen Gewinnen ins Minus gedrückt. Zuvor hatte eine positive Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Vereinigten Staaten durch Notenbank-Chef Alan Greenspan an den Börsen noch für freundliche Stimmung gesorgt. Dabei war der Dow-Jones-Index vorübergehend auf das höchste Niveau seit 3-1/2 Jahren geklettert. Zum Handelsschluß lag der Dow Jones aber im Vergleich zum Vortagesschluß um 0,17 Prozent tiefer auf rund 10812 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 10869 Punkte geklettert war. Der S&P-500-Index fiel um 0,03 Prozent auf 1210 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf rund 2068 Punkte.

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Sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten näherten sich die Ölpreise am Mittwoch ihren Rekordmarken. Dies belastete nach Angaben von Händlern die Aktienkurse. In London wurden zuletzt mehr als 51 Dollar für ein Barrel (knapp 159 Liter) Rohöl bezahlt, in New York sogar mehr als 53 Dollar. Zwar sorgten sich die Anleger, weil teurere Energie bei den Verbrauchern Kaufkraft abschöpft und die Gewinne der Unternehmen schmälern kann. Von den hohen Ölpreisen profitierten jedoch einzelne Aktien führender Energiekonzerne wie Exxon Mobil und ChevronTexaco. Dagegen verloren wegen möglicher höherer Energiekosten die Titel des Express-Zustellers FedEx an Wert.

Die Äußerungen Greenspans zur amerikanischen Wirtschaft hatten die Börsianer zuvor beruhigt. "Es gab keine negativen Nachrichten von Greenspan. Es gab kein Anzeichen dafür, daß die Zinsen schneller steigen", sagte zum Beispiel Steve Goldman, Stratege bei Weeden & Co. Greenspan hatte zuletzt mehrfach erklärt, daß die amerikanische Notenbank die Zinsen in maßvollem Tempo erhöhen wird. Seit Juni vergangenen Jahres hat sie ihren Schlüsselzins bereits in sechs Schritten zu jeweils 25 Basispunkten auf nunmehr 2,50 Prozent angehoben.

Die Kurse der Staatanleihen schlossen am Mittwoch tiefer. Titel mit zehnjähriger Laufzeit rentierten mit 4,37 Prozent, dreißigjährige mit 4,74 Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,57 Milliarden Aktien den Besitzer. 1516 Werte legten zu, 1762 gaben nach und 185 blieben unverändert. Neue Höchststände verzeichneten 178 Titel, neue Tiefstände 20. (Reuters/Dow Jones Newswires)

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