FAZ plus ArtikelMöbelhersteller erhöht Preise

Die große Ikea-Inflation

Von Sarah Huemer
17.07.2022
, 09:21
Kostet jetzt 55 statt 39 Euro:  Das Billy-Regal
Der Möbelhersteller hat seine Preise drastisch erhöht. Allein die Farbe kann einen gewaltigen Unterschied machen.
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Das Wort „billig“ gibt es sowohl im Schwedischen als auch im Deutschen. Die Bedeutung ist gleich, die Aussprache ähnlich. Außer ein paar Vokabeln haben die Schweden und die Deutschen aber noch mehr gemeinsam: Suchen sie billige Möbel (auf Schwedisch: billiga möbler), fahren sie sehr wahrscheinlich zum gleichen Geschäft: zu einem großen blauen Haus mit Flachdach, meist etwas außerhalb der Stadt gelegen, üblicherweise mit einem gelben Schriftzug: Ikea.

Seit vielen Jahren ist der schwedische Möbelhändler für Kunden auf der ganzen Welt eine wichtige Anlaufstelle, wenn sie ihre Wohnung oder ihr Haus einrichten wollen. Studenten, die ein Sofa für ihre Bude brauchen, werden ebenso fündig wie Eltern, die ein Bett für ihr Kind oder eine neue Küche suchen. Rund 42 Milliarden Euro Umsatz hat Ikea im Geschäftsjahr 2020/21 gemacht, mehr als 5 Milliarden davon in Deutschland. Gegründet hat das Unternehmen im Jahr 1943 der damals 17-jährige Ingvar Kamprad in einem Dorf im Süden Schwedens. Anfangs bot er vor allem günstige Haushaltsartikel an. Heute hat der Konzern rund 450 Filialen auf der ganzen Welt.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Huemer, Sarah
Sarah Huemer
Redakteurin im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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