FAZ plus ArtikelDer Traum vom Haus

So sichern Sie sich die niedrigen Bauzinsen

Von Dyrk Scherff
01.06.2021
, 15:12
Der Haustraum ist teurer geworden.
Jahrelang wurden Immobilienkredite immer günstiger, zuletzt haben sie sich verteuert. Doch es gibt Wege, um sich vor einem weiteren Zinsanstieg zu schützen.

Es war eine schöne Welt, an die man sich nur zu gern gewöhnt hat: Einen Hauskauf zu finanzieren wurde billiger und billiger. Die Zinsen für einen Immobilienkredit kannten nur den Weg nach unten. Im Jahr 2000 musste man im Durchschnitt bei einer zehnjährigen Zinsbindung noch 6,5 Prozent bezahlen, 2010 nur noch knapp vier und im vergangenen Jahr knapp unter 0,7 Prozent. Das sparte Zinsen von teilweise mehr als 100.000 Euro.

Doch das scheint nun Vergangenheit. Die Bauzinsen sind gestiegen. Jetzt muss schon fast 0,9 Prozent für zehn Jahre bezahlt werden. Besonders stark sei der Anstieg bei hohem Fremdkapitalanteil von mehr als 70 Prozent, hat die FMH-Finanzberatung festgestellt, die regelmäßig die Hypothekenzinsen vergleicht und analysiert. Der Anstieg erscheint zwar absolut betrachtet winzig, aber ein Viertel mehr als noch vor wenigen Monaten ist am Zinsmarkt ein gewaltiger Sprung. Und damit wird offenbar noch nicht Schluss sein. „Ich gehe von einem weiteren Anstieg um 0,7 Prozentpunkte bis zum Jahresende aus“, sagt Günter Vornholz, Professor für Immobilienökonomie an der EBZ Business School in Bochum. Dann würden die Kredite im Durchschnitt schon 1,6 Prozent im Jahr kosten, manche gar mehr als zwei Prozent.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Scherff, Dyrk
Dyrk Scherff
Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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