Investmentfonds

Das richtige Produkt für jeden Anlegertyp

Von Hans Heuser
16.05.2001
, 00:31
Welcher Fonds eignet sich eigentlich für welchen Anleger? FAZ.NET bringt Licht ins Dunkel.
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Fonds ist noch lange nicht gleich Fonds. Die Vielfalt an Instrumenten, die die Investmentbranche mittlerweile hervorgebracht hat, wirkt auf den ersten Blick nun wirklich nicht gerade einladend.

In welchen Investmentfonds soll ich denn nun eigentliche mein Geld investieren, fragen sich die meisten Sparer, die sich zum ersten Mal mit dem Thema auseinandersetzen. Und wie in so vielen Lebensbereichen, lautet die Antwort: Das kommt darauf an. Und zwar in erster Linie auf die Ziele, die ein Anleger mit der Fondsanlage verfolgt. Das gilt sowohl für den zeitlichen Horizont, wie auch für die Ertragsaussichten, die er sich von seiner Fondsanlage verspricht.

Fünf Grobkategorien

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Denn jeder Fonds verfolgt ein ganz bestimmtes Anlagekonzept, das spezielle Chancen, aber auch Risiken beinhaltet. Für einen ersten Überblick bietet die mittlerweile üblich gewordene Einteilung nach Anlageklassen gute Hinweise. Dabei lassen sich fünf Grobkategorien (siehe dazu auch die anhängenden Links) unterscheiden:

- Aktienfonds
- Rentenfonds
- Geldmarktfonds
- Gemischte Fonds
- Immobilienfonds

Innerhalb jeder dieser Kategorien existiert mittlerweile eine Reihe von Spezialisierungen, was den jeweiligen Anlageschwerpunkt angeht. So sind beispielsweise einige Aktienfonds auf einzelne Länder, Regionen oder Branchen ausgerichtet. Bei den Rentenfonds haben sich Produkte für bestimmte Währungen und Laufzeiten herausgebildet. Andere konzentrieren sich ausschließlich auf bestimmte Wertpapierarten wie zum Beispiel von Unternehmen oder Schwellenländern emittierte Anleihen.

Sonderformen mit Tücken

In unsicheren Börsenzeiten wird auch gerne wieder eine Variante aus der Mottenkiste der Fondsbranche hervorgeholt, die dem Anleger mehr Sicherheit bieten soll für sein Geld. Das sind die so genannten Garantiefonds, die als eine Art „Sorglospaket“ für schwache Zeiten am Aktienmarkt daherkommen. Über eine bestimmte Konstruktion sichert die auflegende Fondsgesellschaft das Fondsvermögen gegen mögliche Kursverluste weitgehend ab. So bleibt der Einsatz des Anlegers zwar erhalten. Dafür ist der aber auch nur zu einem gewissen Prozentsatz an einer möglichen Wertsteigerung des jeweiligen Marktes, in den der Fonds investiert, beteiligt.

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Seit gut drei Jahren sind darüber hinaus auch so genannte Dachfonds in Deutschland zugelassen. Die investieren ihr Geld nicht in einzelne Wertpapiere, sondern kaufen bestimmte Einzelfonds zusammen, um diese unter einem Dach zu bündeln. Die Branche erhoffte sich davon eine sehr viel weitergehende Risikostreuung, als es mit herkömmlichen Fonds möglich war. Allerdings blieb die versprochene Potenzierung der Risikostreuung bisher ein Traum. Die meisten Fonds können bisher mit der Wertentwicklung von auf einzelne Wertpapiere ausgerichteten Fonds mit vergleichbarem Anlageuniversum häufig nicht Schritt halten.

Quelle: @hh
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