Investmentfonds

Geldmarktfonds - immer liquide bleiben

16.05.2001
, 00:18
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„Der sichere Hafen für Ihr Geld.“ So oder ähnlich werben die Fondsgesellschaften für ihre Geldmarktfonds. Im Grunde eine besondere Spielart des Rentenfonds, eignet sich diese Investmentform insbesondere als Parkplatz für Gelder, die liquide vorgehalten werden sollen.

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Aufgrund der sehr kurzen Restlaufzeit der im Fonds enthaltenen Papiere - sie liegt in der Regel deutlich unter einem Jahr und kann im Extremfall nur wenige Tage betragen - können die Geldmarktfonds die gefürchteten Kursverluste anderer Anlageformen nahezu ausschließen. Entsprechend kann mit dem darin angelegten Geld sehr kurzfristig disponiert werden, zumal der Geldmarktfonds täglich verfügbar ist. Starre Anlagezeiträume wie beim Festgeld kennt der Geldmarktfonds nicht.

Sicherheit hat ihren Preis

Bis Mitte 1994 waren reine Geldmarktfonds in Deutschland nicht zugelassen. Die deutschen Fondsmanager durften bis dahin maximal 49 Prozent ihre Fondsvermögens in Geldmarktpapiere stecken. Not macht erfinderisch und so wurde der Rest in Anleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit investiert. Das Ganze lief dann unter der Bezeichnung „Quasi-Geldmarktfonds“ oder Kurzläuferfonds.

Seit Mitte 1994 gilt die große Geldmarkt-Freiheit auch in Deutschland. Seitdem hat sich der Geldmarktfonds aufgrund seiner Alternativ-Funktion zum Festgeld etabliert. So richtig interessant wird das Produkt aber auch dann, wenn der derzeit noch abwärts gerichtete Zinstrend einmal wieder nach oben dreht. Denn gerade in Zeiten steigender Zinsen, die ja in der Regel sinkende Kurse für den herkömmlichen Rentenfonds mit sich bringen, können die sehr stetig nach oben laufenden Fonds ihre Schutzfunktion fürs Anlegergeld ausspielen. Allzu große Sprünge, was die Rendite betrifft, sollten Anleger allerdings nicht erwarten.

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Quelle: @hh
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