Investmentfonds

Rentenfonds - gute Zinsen, aber auch schwankende Kurse

16.05.2001
, 00:27
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Sie erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit bei deutschen Anlegern: die in Anleihen investierenden Rentenfonds. Das dürfte nicht zuletzt an ihrer - verglichen mit Aktienfonds - geringeren Schwankungsanfälligkeit liegen, was den Kursverlauf betrifft.

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Aber auch für den Rentenfonds gelten im Grunde die gleichen Gesetze wie für die darin enthaltenen Anleihen. Die sind durch drei wesentliche Merkmale gekennzeichnet: einen festen Zins, eine festgelegte Laufzeit und den vorher bestimmten Nennwert, zu dem sie zurückgezahlt werden. Da aber der Kapitalmarktzins während der Laufzeit einer Anleihe mehr oder weniger stark schwankt, muss die Anpassung an die Zinsentwicklung über den Kurs der Anleihe erfolgen. Entsprechend unterliegt auch der Rentenfonds der Faustformel: sinkende Zinsen bringen steigende Kurse, steigende Zinsen führen zu sinkenden Kursen.

Laufzeitensteuerung wichtig

Zwar kann ein Manager seinen Fonds auf solche Entwicklungen durch entsprechende Verkürzung oder Verlängerung der Restlaufzeit der im Fonds enthaltenen Papiere einstellen. Doch sind auch solchen Maßnahmen in der Regel bestimmte Grenzen gesetzt. Zum einen ist wohl kein Rentenfondsmanager in der Lage, die Entwicklung der Zinsen exakt vorherzusagen. Zum anderen lagern in einem großen Anleihenfonds mehrere Milliarden Mark. Solch ein Vermögen läßt sich nicht im Handumdrehen auf aussichtsreichere Laufzeiten umschichten.

Auch bei den Rentenfonds lassen sich im wesentlichen die ausschließlich auf den deutschen Kapitalmarkt ausgerichteten Fonds von den international anlegenden Rentenfonds unterscheiden. Bei den in ausländischen Anleihen investierten Fonds kommt zu den Komponenten Zins- und Kursentwicklung eine dritte hinzu, die sich positiv, aber auch negativ auf die Performance auswirken kann: die Entwicklung der Währung, auf die die im Fonds gehaltenen Papiere lauten.

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Dem Anleger nutzt es dabei herzlich wenig, wenn die durch geschickte Auswahl erzielten Kursgewinne auf der anderen Seite von einem Rückgang der jeweiligen Währung aufgefressen werden. Andererseits wird der sich über einen Zusatzertrag freuen, wenn die Währungen, in die sein Fonds investiert, sich günstig im Vergleich zur Mark beziehungsweise zum Euro entwickeln.

Spielarten für jeden Geschmack

In den letzten Jahren sind immer neue Spielarten des Rentenfonds an den Markt gekommen, die es einem versierten Anleger ermöglichen, sich auf die verschiedensten Entwicklungen an den Kapitalmärkten einzustellen. Zu den beliebtesten Instrumenten sind die sogenannten Kurzläuferfonds sowie die Geldmarktfonds (siehe Link) geworden. Weil sie sich als extrem kursstabil und damit als Alternative zum Festgeld etabliert haben.

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Seit kurzem ist zudem eine verstärkte Berücksichtigung von Anleihen geringerer Bonität in speziell dafür aufgelegten Fonds zu beobachten. Da sollten allerdings nur Anleger mit Mut zu mehr Risiko zugreifen.

Quelle: @hh
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