Investmentfonds

Versteckte Kosten eines Investmentfonds

18.05.2001
, 18:00
Hinter welchen Aufwandspositionen die Investmentgesellschaften ihre Kosten verbergen.

Neben den von den Fondsgesellschaften offen ausgewiesenen Kostenpositionen für die Verwaltungs- und die Depotbankvergütung fließen noch weitere Posten in die Gesamtkalkulation mit ein, die den gesamten Kostenapparat erheblich aufblähen können.

Neben den Honoraren für den Wirtschaftsprüfer werden da auch die Ausgaben für die Veröffentlichung von Fondspreisen sowie für die Erstellung und den Versand von Rechenschafts- und Halbjahresberichten abgerechnet. Auch erfolgsabhängige Vergütungen für einen externen Berater des Fondsmanagements tauchen unter Umständen hier als Kostenbatzen mit auf.

Was alles hinter den „sonstigen Aufwendungen“ steckt

Am interessantesten, aber kaum zu durchschauen: der Posten “sonstige Aufwendungen“. Dahinter verbergen sich weitere Kostenträger, aus denen neben eventuellen Gehaltsanteilen für den Manager und Vergütungen für Aufsichtsrat und Verwaltungsbeirat auch Rechtsberatungskosten oder Gutachtergebühren gezahlt werden.

Hinter den sonstigen Aufwendungen verstecken sich darüber hinaus die sogenannten Transaktionskosten des Fonds. Die fallen für An- und Verkauf von Wertpapieren an, die der Fonds in seinem Vermögen hält. Amerikanische Fondsgesellschaften gehen mit dieser Zahl sehr offensiv um und veröffentlichen den tatsächlichen Anteil der Erwerbs- und Veräußerungskosten von Wertpapieren in ihren Rechenschaftsberichten. Die deutsche Fondsbranche weigert sich bisher strikt, die genaue Höhe der einzelnen Bestandteile dieses Postens aufzuschlüsseln.

Quelle: @hh
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