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Lebensversicherungen

Fragwürdiger Deckel

EIN KOMMENTAR Von Philipp Krohn
 - 08:41
Haben Sie das verstanden, Madame? In den sechziger Jahren zweifelte noch niemand Versicherungsprovisionen an.

Der politische Umgang mit dem Niedrigzins ist kompliziert. Anfang des Jahrtausends hat der Gesetzgeber viel dafür getan, dass Bürger Lücken in der Altersvorsorge mit Hilfe von Lebensversicherungen stopften.

Natürlich konnte die Politik es nicht hinnehmen, wenn unter anderem durch die vorher nicht vorhergesehene Finanzkrise und die daraus folgende expansive Geldpolitik die Sparziele verfehlt zu werden drohten. Mit dem Gesetz zur Reform der Lebensversicherung ist ihr ein Interessenausgleich gelungen. Der nachlässige Umgang mit den gesetzlichen Vorgaben durch einige Versicherer in den Jahren seither kam einer Provokation gleich. Wohl auch deshalb sah sich die schwarz-rote Bundesregierung zum Handeln veranlasst und strebt einen Provisionsdeckel an.

Doch diese Maßnahme dürfte nach hinten losgehen. Die Rechtsgutachten zweier hochangesehener Juristen legen das nahe. Ohnehin sollte die Politik von der grundsätzlichen Verurteilung abschlussabhängiger Provisionen wegkommen. Jede Form der Vergütung hat eigene Interessenkonflikte zur Folge. Die Bezahlung sollte so gestaltet sein, dass Kunde und Vermittler gleichlaufende Interessen haben.

Quelle: F.A.Z.
Philipp Krohn  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Philipp Krohn
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
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