FAZ plus ArtikelKolumne: „Frag den Mohr“

Kann ich jetzt noch Zinsen von der Pleitebank Kaupthing bekommen?

Von Daniel Mohr
20.05.2022
, 20:06
Die Ruhe vor dem Sturm: Zentrale der Kaupthing Bank in Reykjavik im Herbst 2008.
Die Insolvenz der isländischen Bank ist lange her. Doch es gibt noch Hoffnung. Auch für andere Pleite-Anleger. Ein schneller Rat in zwei Minuten.
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Die Pleite der isländischen Bank mit ihren hohen Einlagenzinsen für deutsche Sparer liegt zwar schon mehr als 13 Jahre zurück. Die Ansprüche gegen die Bank sind aber noch nicht verjährt. Damals hatte sich zunächst die Erstattung der angelegten Festgelder bei Kaupthing in die Länge gezogen. Denn die Pleite der zuvor rasant gewachsenen Bank hatte für eine Finanzkrise in Island gesorgt. Später wurden dann die Einlagen vom staatlichen isländischen Einlagensicherungsfonds ohne Zinsen an die Anleger zurückgezahlt – ein Unterschied zum deutschen Einlagensicherungssystem, das die aufgelaufenen Zinsen bis zum Tag der Zahlungsunfähigkeit der Bank mit zurückerstattet.

In Island zog es sich dann noch mehrere Jahre, bis es 2015 zu der Entscheidung kam, auch die Zinsen zurückzuerstatten. Mit Zinssätzen von mehr als 5 Prozent hatte die Bank damals mit Erfolg insbesondere um deutsche Sparer geworben. Von der Möglichkeit, sich auch die Zinsen erstatten zu lassen, haben viele Anleger aber nichts mitbekommen. Wer aber nicht selbst aktiv wird, der bekommt auch kein Geld. Bis 2025 bleibt noch Zeit, bei Kaupthing die Ansprüche geltend zu machen. Die Adresse ist Borgartun 26, 105 Reykjavik, Iceland. Die Kommunikation ist auf englisch. Die Sparer müssen dafür im Insolvenzverfahren ihre Forderung angemeldet haben. Möglich ist es auch, sich an den Schadensregulierer Epiq Bankruptcy Systems zu wenden über die Mailadresse kaupthinginfo@epiqglobal.com Mit Namen und damaliger Kontonummer können die Kaupthing-Kunden identifiziert werden und das entsprechende Antragsformular ausfüllen.

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Quelle: F.A.S.
Daniel Mohr  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Mohr
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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