Einheitliche Regeln

EU-Kommission erwägt Abschaffung kleiner Cent-Münzen

28.01.2020
, 08:19
Geht es nach der EU-Kommission dürften ein- und zwei-Cent-Münzen bald der Vergangenheit angehören. Es geht dabei um die Einheitlichkeit der Rundung im gemeinsamen Währungsgebiet.

Bargeld ist in Deutschland ein politisch heikles Thema. Zwar zahlen die Deutschen schleichend immer weniger damit, aber alle Initiativen, etwas zu ändern, stoßen auf heftigen Widerstand. Nun berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ über Pläne der EU-Kommission, die hierzulande wohl auch nicht jeder hinnehmen dürfte.

Unter Punkt 43 der Liste der Initiativen zur Entbürokratisierung finde sich ein „Vorschlag für einheitliche Rundungsregeln. Dessen Ziel sei es, Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. Demzufolge will die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unter anderem Ein- und Zwei-Cent-Stücke aus dem Verkehr ziehen. Ein Report aus dem Jahr 2018 habe ergeben, dass immer mehr Staaten dazu übergegangen seien, Beträge beim Einkaufen auf volle fünf Cent runden zu lassen.

Das spare Herstellungskosten für Ein- und Zwei-Cent-Münzen und die Mühe beim Zählen und dem Transport. Jährliche Umfragen hätten zudem gezeigt, dass es in keinem Land mehr eine Mehrheit für die Beibehaltung dieser beiden Stückelungen gebe.

Der Widerstand folgt auf dem Fuße, zitiert die Zeitung doch den CSU-Europa-Abgeordneten Markus Ferber mit den Worten, diese Pläne müssten „alle Alarmglocken schrillen lassen“. Es dürfe hier keinesfalls der Einstieg in den Bargeldausstieg vorbereitet werden. Von dem ist indes keine Rede. Und tatsächlich wären „krumme“ Beträge bargeldlos sicher einfacher abzuwickeln als mit Münzen.

Quelle: mho.
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