Banken unter Druck

Girokonten werden überdurchschnittlich teurer

Aktualisiert am 24.11.2020
 - 12:03
Eine teure Sache
Die Preise steigen aktuell kaum. Für den verbleibenden Anstieg sind nicht zuletzt höhere Bankgebühren mitverantwortlich.

Die Gebühren fürs Girokonto sind in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen. Von 2015 bis 2019 summierten sich die Preissteigerungen auf 25 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Wie die F.A.Z. schon vor zehn Tagen exklusiv berichtet hatte, haben die Banken ihre Gebühren vor allem in der jüngsten Zeit deutlich angehoben. Im Laufe eines Jahres stiegen die Gebühren für Verbraucher im Durchschnitt um 6,4 Prozent. In der Inflationsrate für Oktober in Deutschland, die insgesamt negativ war, gehörten die Bankgebühren damit neben etwa den Lotto-Preisen zu den treibenden Faktoren. Schon 2019 mussten Bankkunden 4,7 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.

Eine Ursache für die seit 2015 kontinuierlich steigenden Gebühren dürften fehlende Einnahmen der Kreditinstitute aus Einlagen, Geldanlageprodukten und Darlehen sein, vermutete das Bundesamt. Aufgrund der niedrigen Zinsen fällt der Zinsüberschuss niedriger aus, die Europäische Zentralbank verlangt zudem Zinsen für das Parken von Geld. Hatten Banken und einige Sparkassen das Gratiskonto früher gezielt zur Kundenakquise eingesetzt, zwingen auch höhere Kosten und teure Filialen die Institute zum Umdenken.

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Quelle: FAZ.NET
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