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Kampf um knappe Studentenwohnungen verschärft sich

Von Christian Siedenbiedel
26.09.2019
, 06:22
In vielen Universitätsstädten steigen die Preise für kleine Wohnungen ganz besonders stark. Plätze in Wohnheimen sind sehr umkämpft. Doch es gibt sie auch noch, die günstigen Studienorte.

Die Preise für Studentenwohnungen sind in vielen Universitätsstädten zuletzt überdurchschnittlich gestiegen. Zugleich hat das Geld, das die durchschnittlichen Studenten in Monat zur Verfügung haben, aber kaum zugenommen. Lediglich die ohnehin schon mit hohen monatlichen Zahlungen ihrer Eltern ausgestatteten Studenten konnte zuletzt über ein steigendes monatliches Budget verfügen. Das sind Ergebnisse des „Studentenwohnreports 2019“, den das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) und das Finanzunternehmen MLP am Mittwoch vorgelegt haben.

Die Zahl der Studenten in Deutschland ist demnach seit 2008 nochmal deutlich gestiegen, um rund 800.000. Diese konzentrierten sich auf eine relativ kleine Zahl von Studienstädten, verteilten sich also nicht gleichmäßig über Deutschland, sagte IW-Immobilienfachmann Michael Voigtländer. Einen starken Zuwachs gab es beispielsweise in Düsseldorf, aber auch in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt. Dort traf diese Entwicklung auf einen ohnehin angespannten Wohnungsmarkt. Das Angebot an Wohnheimplätzen könne da nicht mithalten, das prozentuale Verhältnis von Wohnheimplätzen zu Studenten sei von 12,5 Prozent im Jahr auf 8,6 Prozent gesunken. „Studenten sind deshalb zunehmend auf den privaten Wohnungsmarkt angewiesen“, sagte Voigtländer. Dabei habe der Anteil der Studenten, die in einer Wohngemeinschaft lebten, zugenommen, und zwar seit 2003 um 9 Prozentpunkte auf 30,8 Prozent.

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Quelle: F.A.Z.
Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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