Häuser und Wohnungen

Immobilienpreise in Deutschland klettern Anfang 2021 deutlich

20.04.2021
, 14:27
Der Boom des deutschen Immobilienmarktes in der Corona-Krise setzt sich fort. Dies zeigt nun auch eine Analyse des bekannten Plattformbetreibers Immoscout 24. Doch es gibt Unterschiede.

Der deutsche Immobilienmarkt boomt in der Corona-Krise auch zum Jahresanfang weiter. Bundesweit sind im ersten Quartal 2021 die Angebotspreise für Bestands-Eigentumswohnungen am deutlichsten gestiegen.

Dies geht aus einer Analyse der Online-Plattform Immoscout24 hervor. Hier lagen die Preise zwischen Januar und März um 5,2 Prozent höher als Ende 2020 und 12,7 Prozent oberhalb des Niveaus vor Jahresfrist. „Eigentumswohnungen im Bestand sind für viele Kaufende deutlich attraktiver als Neubauwohnungen“, sagt Immoscout24-Chef Thomas Schroeter. Dies liege am Preisunterschied. So wurden Bestands-Wohnungen je Quadratmeter im Durchschnitt für 2385 Euro angeboten, Neubau-Wohnungen hingegen für 3530 Euro.

Neue Eigentumswohnungen verteuerten sich demnach um 4,8 Prozent Im Vergleich zum Vorquartal und um knapp 10 Prozent zum entsprechenden Quartal des Vorjahres. Auch für Einfamilienhäuser stiegen die Angebotspreise von Bestandsimmobilien mit 4,3 Prozent beziehungsweise 10,1 Prozent verglichen zum Vorjahr stärker als für Neubauten mit 2,0 Prozent oder 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weiterer Anstieg erwartet

Die Experten von Immoscout24 rechnen damit, dass die Preise für Immobilien auch im laufenden Jahr deutlich klettern. Am stärksten dürfte es demnach in den nächsten zwölf Monaten für Kaufwohnungen im Bestand mit gut 11 Prozent nach oben gehen. Auch Angebote für neue Eigentumswohnungen dürften sich um 8 Prozent verteuern, bei Häusern fällt das erwartete Plus etwas geringer aus.

Anzeichen für fallende Preise sehen die Experten von Immoscout24 auf absehbare Zeit nicht. Vor allem in großen Städten gebe es weiter Zuzug und große Nachfrage, sagt Schroeter. Zudem sei das Zinsumfeld für Kredite günstig. Die Virus-Pandemie und das Arbeiten von zu Hause aus habe strukturell für viele etwas verändert. Die Leute wollten es etwas größer, vielleicht ein Gärtchen, wollten Arbeiten und Zuhause verbinden. Dies führe vor allem in den Metropolen dazu, dass die Preise weiter steigen dürften.

Quelle: Reuters/kpa.
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