FAZ plus ArtikelPfandbrief in Beton

Lieber ins Eigenheim oder in die Börse investieren?

Von Volker Looman
09.02.2021
, 06:05
Wer durch die Corona-Pandemie in eine prekäre Lebenssituation geraten ist, aber genug geerbt hat, kann sich womöglich mithilfe einer Eigentumswohnung absichern. Klingt verlockend – aber es gibt einiges zu bedenken.

Hand aufs Herz, liebe Leser: Würden Sie sich, wenn Sie das nötige Kleingeld hätten, hier in Berlin – und zwar in Kreuzberg – eine Wohnung zur Eigennutzung kaufen? Vor rund 40 Jahren, als Kreuzberg noch aufregend, schmutzig und billig war, hätte ich den Daumen gesenkt, doch in diesen Tagen würde ich ihn heben, weil Kreuzberg langweilig, sauber und teuer geworden ist. Die Aussage wird den einen oder die andere von Ihnen vor den Kopf stoßen, doch führen Sie sich bitte folgende Zahlen zu Gemüte, die mir vor einigen Tagen ein „arbeitsloser“ Musiker auf den Tisch gelegt hat.

Der junge Mann ist 35 Jahre alt, hat weder Frau noch Kinder und lebt, wie das in der Hauptstadt so üblich ist, von der Hand in den Mund. Seit dem Ausbruch von Corona läuft bei dem Musiker gar nichts mehr, so dass er das Kapital angreifen musste, das ihm die Eltern vor einem Jahr geschenkt haben. Damals haben sie ihm 400.000 Euro überwiesen mit der Bitte, das Geld weder in Autos noch in Frauen oder den Konsum, sondern in etwas Solides zu stecken, zum Beispiel in eine Eigentumswohnung oder in die Altersvorsorge.

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